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Mit hohen staatlichen Ehren gewürdigt

Zwei Frauen und zwei Männern aus dem Landkreis wurden für ihre Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet

Vier Persönlichkeiten aus dem Landkreis Neu-Ulm sind für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement mit hohen staatlichen Auszeichnungen geehrt worden. Stellvertretender Landrat Franz-Clemens Brechtel überreichte Franz Zeh aus Roggenburg im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Dietlinde Emmert (Neu-Ulm), Marianne Merkle und Albert Müller (beide Nersingen) nahmen aus den Händen von „Landratsvize“ Brechtel das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten entgegen.

Franz Zeh engagiert sich seit mehr als 50 Jahren ehrenamtlich. Beim Schützenverein Roggenburg war er von 1985 bis 1998  Vorsitzender. Außerdem gehörte er von 1967 bis 1972 und seit 2004 wieder der Vorstandschaft an. Seit nun 53 Jahren ist er in der örtlichen Kirchenverwaltung tätig. Auch in der Freiwilligen Feuerwehr Roggenburg zählt man ihn zu den absoluten Aktivposten. Seit 42 Jahren ist er dort in Führungspositionen tätig. Von 1986 bis 2004 war er Kommandant. Zuvor übte er zehn Jahre das Amt des stellvertretenden Kommandanten aus. Für einige Jahre übernahm der heute 69-Jährige auch den Vorsitz des 1998 gegründeten Feuerwehrvereins. Unverzichtbar sei Zeh nicht zuletzt „als begnadeter Handwerker, der weiß, wo er hinlangen muss und dem auch gelingt, was er anpackt“, berichtete Franz-Clemens Brechtel, der als Alt-Bürgermeister von Roggenburg den Geehrten sehr gut kennt und schätzt. Auch kommunalpolitisch brachte der neue Träger der Bundesverdienstmedaille seinen Sachverstand und Tatkraft zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger ein: 18 Jahre lang war er Gemeinderatsmitglied in Roggenburg.

Dietlinde Emmert bereichert seit mehr als 60 Jahren als Sängerin und Chorleiterin verschiedener Gesangsensembles die musikalische Landschaft in Neu-Ulm und Umgebung. Unter anderem singt die 78-Jährige seit Langem in der Chorgemeinschaft Ludwigsfeld, im Kreischor des Iller-Roth-Günz-Sängerkreises und im Frauenchor des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben. Von 1980 bis 1996 war sie zudem in der Ludwigsfelder „Stubamusik“ aktiv. In Erinnerung geblieben sind davon viele besinnliche Advents- und Weihnachtssingen. Daneben engagierte sie sich über 30 Jahre hinweg in der Jugendarbeit: sei es im Kinder- und Jugendchor oder als Turnübungsleiterin des Sportvereins TSF Ludwigsfeld.

Marianne Merkle ist seit bald 50 Jahren Mitglied im Schützenverein „Gut Ziel“ Unterfahlheim und hilft als solches seit Jahrzehnten bei jedem Vereins- oder Dorffest engagiert mit. Genauso ist sie aus dem „Fröhlichen Seniorenclub Fahlheim“ nicht wegzudenken. Seit knapp 20 Jahren ist sie dessen Vorsitzende und organisierte bereits mehr als 100 Veranstaltungen. Auch in der Kirche wirkt die 74-Jährige mit großem Engagement mit: 2009 übernahm sie das Amt der Mesnerin in der Dreifaltigkeitskapelle in Unterfahlheim. 24 Jahre war sie Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Dionysius in Oberfahlheim, davon 16 Jahre als Vorsitzende. Seit 1992 engagiert sich Marianne Merkle auch auf politischer Ebene: Beim CSU-Ortsverband Nersingen ist sie Vorstandsmitglied und als solches sehr rege.

Albert Müller (77) engagierte sich 35 Jahre lang in der Vorstandschaft des Vereins für Gartenbau und Landespflege Fahlheim-Straß-Nersingen, dessen Gründung er 1983 selbst initiiert hatte. 2007 bis 2018 amtierte er als Vorsitzender. Maßgeblich trug er zum Bau des Vereinsheims in Oberfahlheim und zur Gestaltung der Außenanlagen bei. Seit 1955 ist der 77-Jährige Mitglied im Schützenverein „Gut Ziel“, dem er unter anderem von 1969 bis 1992 als Vorsitzender diente. Zudem spielte er Flügelhorn in der Schützenkapelle. Fast 40 Jahre stellte sich Albert Müller als Feuerwehrmann in den Dienst der Allgemeinheit. Auch im sozialen Bereich setzte er sich stark ein: Von 1978 bis 1982 organisierte er in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Erholungsfahrten und Ferienaufenthalte für Kinder und Senioren in Südtirol. In den 1970er-Jahren hatte er im Gemeinderat der damals noch selbständigen Gemeinde Unterfahlheim Sitz und Stimme. Und an der Grundschule Oberfahlheim war er als Elternbeiratsvorsitzender aktiv.

Bei der Feierstunde im Landratsamt sagte Landratsstellvertreter Franz-Clemens Brechtel an die Adresse der Geehrten: „Von Ihrer Sorte kann es gar nicht genug geben; von Menschen, die nicht nur an sich selbst denken, sondern auch an andere. Denn solche Menschen sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass unser aller Zusammenleben erleichtert wird.“ 

© Martina Plaschke E-Mail

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