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Hühner und Truthühner müssen gegen Newcastle Krankheit geimpft werden

Veterinärdienst weist darauf hin, dass Verstöße gegen die Impfpflicht geahndet werden können

In einem angrenzenden Landkreis wurde im Juli 2019 die Newcastle Krankheit (ND, atypische Geflügelpest) bei einer verwilderten Haustaube nachgewiesen. Aus diesem Anlass weist der Veterinärdienst des Landratsamtes Neu-Ulm alle Halterinnen und Halter von Hühnern und Truthühnern darauf hin, dass eine Pflicht zur Impfung gegen die Newcastle Krankheit besteht.

Die Newcastle Krankheit ist eine außerordentlich ansteckende und daher anzeigepflichtige Tierseuche, die bei Hühnervögeln schwere Verluste verursacht. Von dieser Viruserkrankung werden zwar die unterschiedlichsten Vogelarten infiziert, am empfänglichsten sind jedoch Hühner und Truthühner. Bei Tauben, Enten und Gänsen verläuft die Erkrankung deutlich milder. Bei dieser Geflügelgruppe ist eine Impfung möglich, jedoch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Die Einschleppung in einen gesunden Bestand erfolgt durch Zukauf von infizierten Tieren oder über infizierte Wildvögel. Die Übertragung kann auch auf indirektem Weg über Geräte, Futter, Einstreu, kontaminierte Eier und den Menschen erfolgen.

Die Ansteckungsgefahr für den Menschen selbst ist gering.

Die Newcastle Krankheit tritt beim Geflügel in verschieden Verlaufsformen auf, von plötzlichen Todesfällen bis zu chronischen Verlaufsformen. Die Symptome sind Verlust der Legeleistung, Durchblutungsstörungen, Atemnot, Durchfall und zentralnervöse Störungen mit Lähmungserscheinungen.

Die Newcastle Krankheit ist in allen EU-Mitgliedstaaten anzeige- und bekämpfungspflichtig. Für die Vorsorge haben Schutzimpfungen, neben einer strikten Betriebshygiene, eine herausragende Bedeutung. Für alle Hühner und Puten sind daher regelmäßige Impfungen vorgeschrieben, damit jederzeit ein belastbarer Impfschutz vorliegt. Es ist dabei unerheblich, ob die Hühner und Truthühner zu Erwerbszwecken oder aus reinem Hobby gehalten werden. Die Impfung von Hobbygeflügel muss von einem praktischen Tierarzt durchgeführt werden.

Impfbescheinigungen sind vom Tierhalter aufzubewahren und dem Veterinärdienst auf Verlangen vorzulegen. Verstöße gegen die Impfplicht können vom Veterinärdienst des Landratsamtes Neu-Ulm als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Ferner hat jeder Geflügelhalter seine Haltung beim Veterinärdienst des Landratsamtes Neu-Ulm anzuzeigen (Formular abrufbar unter http://www.landkreis.neu-ulm.de/de/formulare-und-antraege.html Veterinärangelegenheiten), ein Bestandsregister zu führen und bei Auffälligkeiten das Veterinäramt zu informieren.

© Martina Plaschke E-Mail

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