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Wenn der Vater mit der Tochter

Peter und Franziska Degendorfer stellen im Kunstmuseum in Oberfahlheim aus – Vernissage am 13. September 2017

„Wenn der Vater mit dem Sohne“ ist der Titel eines deutschen Spielfilms aus dem Jahr 1955 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. „Wenn der Vater mit der Tochter“ könnte man daran angelehnt die neue Sonderausstellung im Museum für bildende Kunst des Landkreises Neu-Ulm in Oberfahlheim betiteln, in der Peter und Franziska Degendorfer zu „Lesarten“ ihrer Malerei, Collagen und Objekte einladen. Zusammen mit einer kleineren Schau im Museumskabinett wird die Doppelausstellung am Mittwoch, 13. September 2017, um 19 Uhr eröffnet. Die Vernissage, bei der Herbert Pressl als Vertreter des Landrats und die Neu-Ulmer Kunsthistorikerin Birgit Höppl sprechen werden, steht allen Kunstinteressierten offen.

Peter Degendorfer malt impulshaft poetische Räume und Landschaften. Die auf den ersten Blick abstrakt scheinenden Kompositionen vermitteln Stimmungen, die für sich einnehmen. Wohlüberlegt oder spontan sind Linien in harmonische und dissonante Farbfelder gesetzt. Gegenständlich werden die Flächen durch ein zeichenhaftes Repertoire.

Peter Degendorfer ist 1950 in Ulm geboren, wo er persönlich und künstlerisch zu Hause ist. Er studierte von 1971 bis 1976 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.

Dort war auch seine Tochter Franziska (Jahrgang 1980) Studentin - im Studiengang Intermediales Gestalten. Zuvor absolvierte sie ein fünfjähriges Studium der Malerei an der Kunstakademie in Karlsruhe, wo sie heute lebt und arbeitet.

Franziska Degendorfer ist bekannt für ihre Collagen, für die sie formale und geometrische Ordnungsprinzipien nutzt. Aus Karton geschnittene Schablonen überzieht sie mit unterschiedlichsten Textilien, bemalt diese und bringt sie anschließend auf einen Bildträger. Indem die Künstlerin die einzelnen Elemente schichtet, entstehen unterschiedlich erhabene Bildebenen.

Franziska Degendorfer übersetzt auf diese Weise Impressionen von Landschaften, Regenbögen oder Sonnenaufgängen in gängige geometrische Formen. In Oberfahlheim sind diese Arbeiten zusammen mit Tonplastiken der früheren Förderpreisträgerin des Kunstvereins Neu-Ulm zu sehen.

In der neuen Kabinettausstellung präsentiert Kurator Walter Wörtz erstmals Collagen der Gerlenhofer Hobbykünstlerin Lydia Supritz. Grundlage ihrer Arbeiten, die alle aus dem aktuellen Jahr stammen, ist diverses Papier- und Schriftenmaterial eines Lehrerhaushalts aus den Zwanziger- und Dreißiger-Jahren des vorigen Jahrhunderts.  

Beide Ausstellungen können vom 13. September bis 19. November 2017 im Museum für bildende Kunst in Nersingen-Oberfahlheim, Alte Landstraße 1 a, besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Das Museum des Landkreises Neu-Ulm ist jeweils dienstags von 16 bis 20 Uhr und samstags/sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich: Telefon 0731/7040-1018. Weitere Informationen im Internet unter www.landkreis.neu-ulm.de

© Martina Plaschke E-Mail

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