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Ausbau der digitalen Verwaltung – Landkreis Neu-Ulm nimmt an Pilotprojekt „Digitallabor Bayern“ teil

Aus pdf-Formularen sollen portalfähige Online-Formulare werden

Der Landkreis Neu-Ulm ist Teil des Pilotprojekts „Digitallabor Bayern“. Ziel ist es, bisherige Papieranträge und Formulare in Webformulare umzuwandeln. Dabei soll ein standardisierter, „digitaler Werkzeugkasten“ in Form einer Management-Software zum Einsatz kommen. Aus jedem Regierungsbezirk in Bayern wurde ein Landkreis für das Projekt ausgewählt. Pro teilnehmenden Landratsamt sollen innerhalb eines Jahres 21 wichtige Verwaltungsleistungen aus den Bereichen Gaststätten- und Gewerberecht, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheits- und Veterinärwesen, Jagd- und Fischereiwesen sowie Straßenverkehrswesen online bereitgestellt werden. Als Gemeinschaftsprojekt mit dem Innovationsring des Bayerischen Landkreistages werden die gewählten Verwaltungsdienstleistungen zunächst in den Projekt-Landkreisen entwickelt und erprobt.

Die Management-Software ermöglicht es, den sieben Pilotlandratsämtern, ihre bestehenden pdf-Formulare in „portalfähige“ Online-Formulare zu verwandeln. Es ist vorgesehen, dass jedes Landratsamt die Federführung für drei Online-Verwaltungsleistungen übernimmt, diese mit der Software umsetzt und die erstellten Online-Formulare anschließend den übrigen Pilotlandratsämtern zur gegebenenfalls weiteren Anpassung an die örtlichen Verhältnisse zur Verfügung stellt.

Da die Entwicklungssoftware zu fast 100 % aus Fördergeldern des Freistaates finanziert wird, dürfen in der ersten Stufe auch nur staatliche Formulare umgesetzt werden. Das Landratsamt Neu-Ulm ermittelt nun passende Formulare, mit denen es das Projekt realisieren möchte.

Hintergrund zu dem Projekt  ist das Onlinezugangsgesetz (OZG), das Teil des Koalitionsvertrages der aktuellen Bundesregierung ist. Das OZG sieht vor, dass Bund, Länder und Kommunen bis Ende 2022 alle Verwaltungsdienstleistungen in Deutschland auch digital über Portale anbieten. Bayern möchte auf das digitale Gaspedal drücken und bereits bis spätestens Ende 2020 die 54 wichtigsten Verwaltungsverfahren als Online-Services für Bürgerinnen und Bürger im Freistaat  zur Verfügung stellen. Dies hat das Bayerische Kabinett beschlossen.

© Martina Plaschke E-Mail

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