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Das Bauchgefühl bestärkt

KoKi hilft alleinerziehender Mutter in den ersten Lebensjahren ihres Sohnes

Wenn es um ihren Sohn geht, hatte Maria T.* von Anfang an ein gutes Bauchgefühl. Instinktiv wusste sie, was ihr im Umgang mit ihrem Kleinen wichtig ist. Aber da war auch eine gewisse Unsicherheit und die Angst, mit dem Neugeborenen etwas falsch zu machen. Zumal sie als Alleinerziehende niemanden zum direkten Austausch hatte. Unterstützung und Hilfe fand sie bei der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) am Landratsamt Neu-Ulm. KoKi bietet kostenlose Beratung für angehende Eltern sowie Eltern mit ihren Kleinkindern, die sich in einer besonderen Belastungssituation befinden, überfordert fühlen oder Hilfe mit der neuen Lebenssituation benötigen. Sie unterstützen mit sogenannten „Frühen Hilfen“ in Form von Familienhebammen, Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen (FGKiKP)  und stellen bei Bedarf den Kontakt zu anderen Beratungsstellen her. Dabei sind Verschwiegenheit und Vertraulichkeit oberstes Gebot. Zudem ist die Annahme der Hilfe von KoKi rein freiwillig.

Rund zwei Jahre standen Maria T. und ihrem Sohn Thomas* die Mitarbeiterinnen von KoKi bei, vermittelten ihr Hilfen und hatten für ihre Fragen stets ein offenes Ohr. „Von mir aus könnten sie mich mein ganzes Leben begleiten“, sagt Maria T.  über das gute Miteinander. Doch seit Kurzem ist Maria T. `s Sohn in der Kinderkrippe, so dass sie keine zusätzliche Unterstützung mehr benötigt. Aber wie sah die Hilfe durch KoKi eigentlich konkret aus? Zur ersten Begegnung kam es ein paar Wochen vor der Geburt ihres Sohnes Thomas. Der Kontakt kam über eine Verwandte von
Maria T. zustande. Eine Mitarbeiterin von Koki sowie die
Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (FGKiKP) Nicole Butzmann besuchten Maria T. zu Hause, um sie kostenlos über die Frühen Hilfen zu informieren. Im ersten Moment war die angehende Mutter noch zurückhaltend und skeptisch, was die damals noch fremden Besucherinnen genau von ihr wollten. Doch das Eis konnte schnell gebrochen werden, als Maria T. merkte, dass „mir niemand etwas Böses wollte, sondern die anderen wirklich nur da waren, um mir zu helfen“. Als das Kind auf der Welt war, besuchte Nicole Butzmann die kleine Familie am Anfang zwei Mal in der Woche. Maria T. konnte Fragen stellen, sich Tipps holen und erhielt duch Nicole Butzmann die nötige Sicherheit im Umgang mit Thomas. „Es war jemand da, der Ahnung hatte und mich in meinem Umgang mit meinem Sohn bestätigte“, erinnert sich die junge Mutter. „Das Vertrauen war von Anfang an da und ich habe mich bei den Besuchen stets wohl gefühlt“. Ein Gefühl, das „ganz wichtig ist“ wie Renate Prager von KoKi betont. Die Chemie zwischen den Helfern und den betreuten Familien muss stimmen. Für Maria T. wurde Nicole Butzmann zur wichtigen Bezugsperson. Über ein Jahr besuchte Nicole Butzmann die beiden - zum Schluss nur noch einmal im Monat. Von besonderem Interesse waren für Maria T. unter anderem die Themen gesunde Ernährung und Rituale. So erhielt sie von Nicole Butzmann zum Beispiel Tipps für Einschlafrituale, die Maria T. und Thomas bis heute gerne praktizieren. So wird jeden Abend der Ruf nach einer Geschichte laut, die sich Thomas vor dem Einschlafen wünscht.

Weitere Hilfe nach Nicole Butzmann gab es in Form einer Familienpatin vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Neu-Ulm als Thomas über ein Jahr alt war. Das Projekt der Familienpaten koordiniert der ASB und KoKi finanziert es. Ein Mal die Woche übernahm die Familienpatin Ruth Kretzschmar für circa drei Stunden die Betreuung von Thomas, damit seine Mutter Verschiedenes erledigen konnte und auch mal Zeit für sich hatte. „Es tut auch der Mutter gut, wenn sie sich mal um sich selbst kümmern oder in Ruhe Besorgungen machen kann“, erläutert Renate Prager. Aber natürlich will man in dieser Zeit sein Kind gut aufgehoben wissen. Dafür gibt es die Familienpaten, die als ehrenamtliche Mitarbeiter des ASB Neu-Ulm Familien entlasten. Sie haben eine sechstägige Schulung absolviert, ein Führungszeugnis vorgelegt und einen Erste-Hilfe-Kurs besucht.

Seitdem Thomas in die Krippe geht, benötigt er keine Familienpatin mehr. Da Maria T. und Thomas sie aber in ihr Herz geschlossen haben, wollen sie sich bald noch mal privat mit ihr treffen.

Mit der Unterstützung, die Maria T. in den vergangenen zwei Jahren erfahren hat, ist für sie klar: Sie kann die Hilfen von KoKi nur „weiterempfehlen“. Die Gespräche mit den Mitarbeiterinnen bei KoKi fanden immer auf „Augenhöhe statt“, weshalb sie sich gut aufgehoben fühlte. Aber die schönste Bestätigung für Maria T. ist ihr Sohn Thomas, der ihr jeden Tag viel zurückgibt.

Kontaktadresse
Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi)
Landratsamt Neu-Ulm
Kantstraße 8
89231 Neu-Ulm
Telefon: 0731/7040 -2505 und -2506
www.landkreis.neu-ulm.de/de/koordinierende-kinderschutzstelle-fruehe-hilfen.html
E-Mail: koki@lra.neu-ulm.de

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© Rosi Feldes E-Mail

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