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Der Kampf gegen die „unsichtbaren Nachbarn“

Überregionales MRE-Netzwerk zur Verhütung von Antibiotikaresistenzen setzt auf gute Zusammenarbeit aller Akteure

Um unsere „unsichtbaren Nachbarn“ ging es beim 10. Treffen des regionalen MRE-Netzwerkes. MRE steht für multiresistente Erreger. Das sind Bakterien, die gegen mehrere Antibiotika unempfindlich geworden sind. Dadurch können sie zu lebensbedrohlichen Keimen werden, die auch als Krankenhauskeime bekannt sind. „Die Bezeichnung als Krankenhauskeime ist eigentlich nicht mehr passend, denn inzwischen treten diese Erreger auch in Arztpraxen, Pflegeheimen oder im häuslichen Bereich auf“, erläutert Dr. Caroline Dreweck vom Gesundheitsamt Ulm/Alb-Donau-Kreis. „Mit den seit 2012 stattfindenden Netzwerktreffen sollen die Krankenhäuser, niedergelassenen Ärztinnen und  Ärzte sowie die Pflegeheime eine konkrete Vorstellung von Art, Umfang und Dynamik der MRE-Situation in der Region erhalten, um bestmöglich zusammenzuarbeiten und die Weiterverbreitung der MRE zu bekämpfen“, sagt Dr. Dreweck.

 „Keime kennen keine Grenzen“, fügt Dr. Martin Küfer vom Öffentlichen Gesundheitsdienst am Landratsamt Neu-Ulm hinzu. „Daher arbeiten die Einrichtungen in den drei Landkreisen überregional zusammen.“ So veranstalten die Gesundheitsämter des Alb-Donau-Kreises sowie der Landkreise Neu-Ulm und Günzburg mit dem Bereich Klinikhygiene an der Uniklinik Ulm die regelmäßigen Treffen. Teilnehmer sind unter anderem Krankenhaushygieniker, Hygienebeauftragte regionaler Krankenhäuser und Pflegeheime. Ebenfalls mit dabei sind niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Veterinäre, Pflegekräfte sowie Vertreter der Rettungsdienste. „Ziel der Treffen ist es, praktische Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam mit Hygienefachleuten praxisnahe Lösungen für den Alltag zu suchen“, erläutert Dr. Matthias Freudenmann vom Gesundheitsamt Ulm/Alb-Donaukreis. Der wirkungsvollste Schutz, um die Verbreitung von Keimen zu verhindern, ist die Händehygiene. Des Weiteren ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika entscheidend, damit diese auch künftig wirksam bleiben. Darauf werden auch die weiteren Netzwerktreffen hinarbeiten. Das nächste Treffen ist für Herbst 2020 geplant.

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© Martina Plaschke E-Mail

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