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Dialogforum Asyl: Einrichtungen berichten von ihrer Arbeit

Kaum noch Neuzugänge unter den Flüchtlingen

Kaum noch Neuzugänge an Flüchtlingen gibt es aktuell für den Landkreis Neu-Ulm. Das berichtete Karen Beth, Leiterin des Geschäftsbereichs Kommunales, Ausländer und Soziales am Landratsamt Neu-Ulm, im jüngsten Dialogforum Asyl. Aktuell sind 645 Personen in 27 Unterkünften des Landkreises Neu-Ulm untergebracht, 155 davon sind Fehlbeleger. Darüber hinaus gibt es noch zwei Unterkünfte der Regierung von Schwaben, in denen momentan 95 bzw. 55 Personen leben.

Eine neue Einrichtung wird jedoch aktuell mit einer Dependance des Ankerzentrums Donauwörth geschaffen, das Ende des Jahres geschlossen werden soll. Diese entsteht im ehemaligen Speichergebäude im Starkfeld in Neu-Ulm und soll Platz für circa 250 Personen bieten. Zuständig ist hier die Regierung von Schwaben. „Eine Belegung ist nicht vor dem 3. Quartal geplant“, teilte Beth mit. Zudem soll es eine Betreuung vor Ort geben. Auch eine Kinderbetreuung und Integrationskurse sind geplant.

Erfreuliches hatte das Jobcenter zu berücksichtigen. Hier zeigt sich, dass die Flüchtlinge mittlerweile regulär im Arbeitsmarkt angekommen sind, so dass das Kompetenzteam Flucht aufgelöst werden konnte. Viele sprechen inzwischen gut Deutsch und konnten in Arbeit und Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt werden.

Darüber hinaus war Sonja Förg von der Zentralen Rückkehrberatung Südbayern aus Augsburg zu Gast. Die Mitarbeiter der Einrichtung helfen, wenn sich ein Flüchtling eine Rückkehr in sein Heimatland wünscht. Neben einer Beratung legen sie dabei großen Wert darauf, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Uns ist es wichtig, die Rückreise so gut wie möglich zu organisieren und die Reintegration vor Ort so gut wie möglich vorzubereiten“, sagte Förg. Dabei werden unter anderem auch berufliche Perspektiven und die ärztliche Versorgung berücksichtigt.

Zum Abschluss des Dialogforums stellte Bettina Ostermann ein „Best-Practice“-Beispiel vor. Dabei ging es um ein Übersetzungsprojekt von Flüchtlingen für Flüchtlinge, das erfolgreich umgesetzt werden konnte.

Wie wichtig der Einsatz gerade der freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist, betonte Landrat Thorsten Freudenberger. „Wir brauchen Menschen wie Sie und Ihr Engagement, um eine menschliche Gesellschaft zu schaffen.“

© Martina Plaschke E-Mail

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