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Echte Vorbilder, denen es nachzueifern lohnt

Landrat Freudenberger ehrt sechs Persönlichkeiten mit hohen staatlichen Auszeichnungen

Sie sind Vorbilder in einer an echten Vorbildern armen Zeit. Sechs Persönlichkeiten aus dem Landkreis Neu-Ulm haben Zeichen für Zusammenhalt, Geborgenheit und Solidarität gesetzt. Sie wenden sich damit gegen soziale Kälte, Ignoranz und Feindseligkeit.

Dafür zeichnete Landrat Thorsten Freudenberger Sylvia Rohrhirsch, Rudolf Böhm, Peter Ipawitz, Herbert Miller und Gerhard Snehotta jeweils mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Leopold Singhofer wurde mit dem gleichrangigen Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten geehrt.  Alles selten vergebene, hohe Auszeichnungen des Staates.

„Wer etwas Besonderes geleistet hat, sollte dafür auch geehrt werden. Denn solche Menschen sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass unser aller Zusammenleben erleichtert wird“, begründete der Landrat. Für die Bürgermeister der Wohngemeinden der Geehrten sprach Roggenburgs Rathauschef Mathias Stölzle. „Sie stehen für eine Kultur des Miteinander – wir brauchen Menschen wie Sie“, dankte er den sechs Hauptpersonen der Ehrungsfeier im Landratsamt.

Für Sylvia Rohrhirsch aus Bellenberg sind Nächstenliebe, Solidarität und Humanität keine hohlen Worte, sie handelt auch danach, tausendfach und ganz konkret an Mitmenschen in Not. Seit Jahren beteiligt sich die gelernte Krankenschwester an humanitären Hilfseinsätzen in Entwicklungsländern und Krisengebieten wie Kenia, Burkina Faso, Mali oder Pakistan. Sie stillte und stillt die Not unzähliger hilfsbedürftiger Menschen. Wenn Sie zwischendurch auch mal wieder zu Hause in Bellenberg ist, engagiert sie sich über das normale Maß hinaus in mehreren Flüchtlingshelferkreisen im Landkreis Neu-Ulm. Landrat Thorsten Freudenberger hob ihr Engagement als „herausragendes Beispiel für Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft“ hervor.   

Rudolf Böhm aus Illertissen ist Musiker mit Leib und Seele. Als junger Dirigent gründete der heute 75-Jährige die erste offizielle Jugendkapelle im Allgäu-Schwäbischen Musikbund. 21 Jahre lang war er Dirigent der Illertisser Stadtkapelle, die sich in dieser Zeit zu einem „sinfonischen Blasorchester von überregionalem Spitzenrang“ entwickelte, so Laudator Freudenberger. Gleichzeitig widmete sich Böhm weiter dem musikalischen Nachwuchs in Illertissen. Er erwarb sich aber nicht nur in seiner Heimatstadt große Verdienste, sondern auch im ASM-Bezirk 8: Neun Jahre war er Bezirksvorsitzender, insgesamt 13 Jahre Stellvertreter. Beim Altstadtfest in Illertissen stellte er lange Zeit unter Beweis, dass die Liebe zur Musik auch durch den Magen geht. Als Küchenchef verköstigte er tausende Besucher.

Auch Peter Ipawitz aus Neu-Ulm hat sein Herz am rechten Fleck. Als Beauftragter der Deutschen Herzstiftung gibt er seit fast 20 Jahren vielen Menschen wertvolle Hilfe und hat mit seinen Aufklärungsaktionen „wahrscheinlich auch so manchem das Leben gerettet“, meinte der Landrat. Die Deutsche Herzstiftung ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1979 unter anderem mit der Aufklärung der Bevölkerung über Ursachen, Folgen und Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen beschäftigt. Die Herzstiftung veranstaltet bundesweit Vorträge, Patientenseminare und andere Veranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Als ehrenamtlicher Beauftragter kümmert sich Ipawitz dabei um die Landkreise Neu-Ulm und Heidenheim sowie die Stadt Ulm.

Herbert Miller wohnt nicht nur in Weißenhorn. Weit mehr: Sein Herz schlägt für die Fuggerstadt, in der er vor 80 Jahren geboren worden ist. Zum Ausdruck kommt dies in einem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement in Gremien, Vereinen, Organisationen und in der Kirche. 37 Jahre lang führte er die Kolpingfamilie Weißenhorn als 1. Vorsitzender, organisierte Betriebsbesichtigungen, Wallfahrten und unterstützte die Gründung von anderen Familienkreisen. Von 1974 bis 2010 leitete Miller mit viel Herzblut die Kolping-Theatergruppe in Weißenhorn. Seit Mitte der 70er-Jahre ist der gelernte Schreiner auch Hausmeister des historischen Weißenhorner Stadttheaters. Auch in der Pfarrgemeinde engagiert er sich seit Jahrzehnten enorm. 1978 bis 2002 hatte Miller Sitz und Stimme im Weißenhorner Stadtrat.

Gerhard Snehotta ist seit Jahrzehnten „einer der größten Aktivposten im öffentlichen Leben der Gemeinde Roggenburg“, stellte der Landrat heraus. Ob Kirche, Musikkapelle, Theaterverein, Kommunalpolitik, „Haus der Vereine“ oder früher die Katholische Landjugendbewegung – seit über 50 Jahren prägt Snehotta die Gemeinde und ihre Vereine ganz maßgeblich mit. 32 Jahre lang war er 1. Vorsitzender der Musikkapelle Biberach/Asch. 1999 ging er als treibende Kraft beim Bau des „Hauses der Vereine“ voran. Auch im ASM-Bezirk 9 ist Gerhard Snehotta die Gallionsfigur. In der Pfarrei Sankt Sebastian in Biberach war er unter anderem Pfarrgemeinderatsvorsitzender. 1990 bis 2014 gehörte er dem Roggenburger Gemeinderat an, 2001 bis 2004 war er Dritter Bürgermeister, 2004 bis 2014 Zweiter Bürgermeister. Als Gründungsmitglied (1978) und Regisseur (1978 bis 1993) legte er den Grundstein für den Theaterverein, in dem er nach wie vor aktiv ist.

Leopold Singhofer sei „ein Glücksfall für Vöhringen“, lobte Landrat Freudenberger. 36 Jahre lang war er Mitglied der Kirchenverwaltung Sankt Michael. Er half bei mehreren Sanierungen und kümmerte sich besonders um das Josef-Cardijn-Haus. Segensreich war auch sein Engagement für Kolping und den VdK. 1973 bis 1977 amtierte er als 1. Vorsitzender des Kolpingwerkes. Seit 1990 leitet er den Kolping-Seniorenkreis in Vöhringen. Er besucht die Menschen im Krankenhaus, im Seniorenheim oder zu Hause und motiviert sie, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Außerdem organisiert er regelmäßig Ausflüge, Treffen und Aufenthalte. Auch im VdK-Ortsverband ist er ein wertvoller ehrenamtlicher Mitarbeiter. Last but not least bereichert Singhofer immer wieder Veranstaltungen, welche die Stadt Vöhringen ausrichtet, mit seinen humorvollen Einlagen.

© Rosi Feldes E-Mail

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