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Facettenreiche Diskussion über Freiheit

Filmvorführung und Podiumsdiskussion im Rahmen der Tage der Begegnung sorgte für regen Austausch

„Gemeinsam. Verschieden. Erleben“ – unter diesem Motto stehen die Tage der Begegnung, welche die Städte Ulm und Neu-Ulm gemeinsam organisiert haben. Ein Beitrag in dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm war der türkische Film Mustang. Der vielfach preisgekrönte Film stammt aus dem Jahr 2016 und ist unter der Regie von Deniz Gamze Ergüven entstanden. Zur Veranstaltung eingeladen hatten Ildiko Dienel sowie Silvia Godano von der „Koordinierungsstelle Interkulturelles Neu-Ulm“ der Stadt Neu-Ulm, das Dietrich Theater und die Integrationslotsin am Landratsamt Neu-Ulm, Margarete Fischer. Der Film handelt von fünf Schwestern, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel in der türkischen Provinz leben. Eines Tages gehen sie  nach der Schule mit ein paar Klassenkameraden ans Meer, um unbefangen herumzualbern. In ihrem Dorf verursacht dies einen Skandal.

Im Anschluss an die Kinovorführung führte Selim Gecgin, deutsch-türkischer Regisseur und gebürtiger Neu-Ulmer, durch eine Podiumsdiskussion. Dabei schilderten fünf Frauen ihre vielfältigen Perspektiven auf die Filmhandlung sowie ihre unterschiedlichen Biografien, Erinnerungen und Erfahrungen. Mit dem Publikum wurden komplexe Themen wie Freiheit, Emanzipation, Erziehung, Kultur und Tradition diskutiert. Gegenstand der Diskussion war auch das im Film angedeutete Thema „sexueller Missbrauch“. Einig war man sich darin, dass gesellschaftliche Probleme wie sexueller Missbrauch und Pädophilie in unterschiedlichen Ausprägungen in vielen Kulturen und Epochen der Menschheitsgeschichte vorkommen.

Insgesamt besuchten rund 50 Gäste – überwiegend Frauen - die Veranstaltung. Stark vertreten war dabei die türkisch-deutsche Gemeinschaft aus dem Landkreis. Souverän leitete Selim Gecgin die lebhafte Diskussion und managte die zahlreichen Wortmeldungen. Der persönliche Umgang mit Herausforderungen sowie die Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven zu diesen komplexen Themen waren Gegenstand eines offenen und respektvollen Meinungsaustauschs unter den Gästen.

Rege weiter debattiert wurde im Anschluss an die Podiumsdiskussion am interkulturellen Buffet, so dass ein echter Austausch ganz im Sinne der „Tage der Begegnung“ stattfand. Oder wie Selim Gecgin zu Beginn des Abends mit einem türkischen Sprichwort angekündigt hatte: „Berge kommen nicht zueinander, aber Menschen!“

© Martina Plaschke E-Mail

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