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Fairtrade-Urkunde ist ein Auftrag für die Zukunft

Landkreis Neu-Ulm erhält Zertifizierung zum Fairtrade-Kreis

Natürlich gab es auch eine offizielle Urkunde zur Feier. Und natürlich wird sie auch einen Platz im Landratsamt finden. „Aber vor allem soll sie gelebt werden und nicht nur ein Stück Papier für uns sein“, machte Landrat Thorsten Freudenberger bei der offiziellen Zertifizierungsfeier des Landkreises Neu-Ulm als Fairtrade-Landkreis deutlich. So bezeichnete er den Titel als „Auftrag für die Zukunft“, um das Thema Nachhaltigkeit zu verinnerlichen und vorzuleben sowie weitere Ideen und Projekte in diesem Sinne anzustoßen und umzusetzen.

Die Zertifizierung nahm „TransFair“, der Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt vor. Die Urkunde überreichte der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz. Dabei unterstrich Holz die Worte Freudenbergers, dass der Titel als Auftrag für weitere Aktivitäten gesehen werden sollte. „Fairer Handel lebt nur vom Handeln“ appellierte er an alle, nach ihren Möglichkeiten tätig zu werden. Man müsse umdenken und sich solidarisch zeigen, um einen wichtigen Beitrag gegen Armut zu leisten.

Fairtrade gilt als das bekannteste soziale Siegel weltweit. Es steht für eine gerechte Entlohnung und setzt sich gegen Kinderarbeit ein. Was sich genau dahinter verbirgt zeigt unter anderem die Wanderausstellung „Wie fair sind wir?“, die anlässlich der Zertifizierungsfeier im Foyer des Landratsamts Neu-Ulm zu sehen ist. Dort können sich Besucher noch bis zum 15. November zu den regulären Öffnungszeiten informieren. 

Den Beschluss, sich als Fairtrade-Landkreis zu bewerben, fasste der Kreistag im Juli 2018. Daraufhin wurde eine Steuerungsgruppe unter der Leitung von Florian Drollinger, Klimaschutzbeauftragter am Landratsamt Neu-Ulm, und Kerstin Breymaier aus Illertissen ins Leben gerufen. Sie setzt sich aus 17 Mitgliedern aus dem ganzen Landkreis zusammen, die das Thema engagiert vorantreiben. Insgesamt konnten bis jetzt 76 Partner im Landkreis aus Einzelhandel, Gastronomie, Schulen, kirchlichen Einrichtungen und Vereinen gewonnen werden, die Fairtrade-Produkte anbieten. Im Landratsamt selbst gibt es zum Beispiel fair gehandelten Kaffee und Tee. Zuckersticks und Pfeffer sollen im nächsten Schritt folgen. Ebenso gilt es bei künftigen Anschaffungen die Nachhaltigkeit im Blick zu behalten. Hier spielt ebenfalls die Regionalität eine Rolle.

Zum Abschluss bedankte sich Freudenberger bei allen Beteiligten für ihren Einsatz sowie ihre Ideen und freute sich darauf, dass Thema Nachhaltigkeit gemeinsam zu leben.

Pure Lebensfreude strahlte auch das Begleitprogramm für die Feier aus. Karibische Klänge gab es von der Band „Godfrey and the Grand Sons“. Ein Poetry Slam von Andreas Rebholz befasste sich mit den Themen Heimat und Glück bevor es bei einem Buffet noch Gelegenheit zum weiteren Austausch gab – natürlich mit Fairtrade-Schokolade.

Fotos: Landratsamt Neu-Ulm/Kerstin Weidner

© Rosi Feldes E-Mail

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