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Feuerwerksmusik für die Feuerwehr

50 Floriansjünger erhalten im Landratsamt das staatliche Ehrenzeichen für 50, 40 und 25 Jahre aktiven Dienst

Johann Ott aus Schießen (Gemeinde Roggenburg) stand plötzlich im Mittelpunkt, obwohl ihm das eigentlich gar nicht recht war. Nicht so viel Aufhebens solle man um seine Person machen, wünschte der 65-Jährige. Doch wer 50 Jahre Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr hinter sich hat, der verdient besondere Anerkennung. Bei der Frühjahrsehrung langjähriger Feuerwehrleute im Landratsamt in Neu-Ulm erhielt er als einziger das Große Feuerwehr-Ehrenzeichen des Freistaates Bayern.

50 Jahre aktiv – wie ist das möglich? „Als Landwirtssohn war ich auch untertags daheim. Deshalb fragte mich der damalige Kommandant, ob ich zur Feuerwehr dazugehen wolle", erklärte Johann Ott am Rande des Ehrungsabends. Also fing er als erst 15-Jähriger an, das Florianshandwerk zu erlernen. Bereits im Alter von 18 Jahren absolvierte Johann Ott den Maschinistenkurs und kümmerte sich fortan um die Funktionstüchtigkeit des Schießener Löschanhängers und der Zugmaschine, meist ein Traktor.

Zufällig passend zum 50-jährigen Dienstjubiläum von Johann Ott wurden im Ganzen 50 verdiente Floriansjünger aus den Inspektionsbereichen Mitte und Süd ausgezeichnet, darunter mit Michaela Scharnagl (Tiefenbach) eine Feuerwehrfrau. 18 erhielten das Ehrenzeichen erster Klasse (40 Jahre aktiver Dienst), 31 das zweiter Klasse (25 Jahre aktiver Dienst).

Bei der Gesprächsrunde, die der Pressesprecher der Kreisbrandinspektion, Wilhelm Schmid, moderierte, würdigten Landratsstellvertreter Herbert Pressl, Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt und der Leiter der Polizeiinspektion Neu-Ulm, Erster Polizeihauptkommissar Rainer Finkel, die Leistungen der Feuerwehrleute.

Zum Thema „Ehrenamt und öffentliche Sicherheit“ gab KBR Dr. Schmidt das Lob zurück: „Wir sind auf die Unterstützung durch Polizei, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk angewiesen. Unsere Zusammenarbeit ist sehr gut.“ Polizist Finkel sagte: „Hut ab vor den ehrenamtlichen Einsatzkräften, vor allem bei den Feuerwehren. Wir brauchen sie!“ Das ist auch Landratsstellvertreter Pressl bewusst. Die Kommunen wüssten darum, wie wichtig es sei, das „Ehrenamt zu stärken“ und die „Feuerwehren zu unterstützen“.

Dazu gehöre auch, der zunehmenden Gewalt gegen Einsatzkräfte entschieden entgegenzutreten. Polizeibeamter Finkel berichtete von einem Fall, der sich unlängst im Landkreis zugetragen habe. Dabei seien einem Rettungssanitäter das Nasenbein und eine Rippe gebrochen sowie eine tiefe Bisswunde am Oberarm zugefügt worden. Dieses „mehr als bedrückende Thema“, so Pressl, könne nur in den Griff gebracht werden, wenn entsprechende Straftatbestände verschärft geahndet werden. Hier sei der Bund als Gesetzgeber gefordert. KBR Dr. Schmidt kündigte an, die Kreisbrandinspektion werde in nächster Zeit eine Fortbildung für die Einsatzkräfte anbieten zu der Frage: „Wie reagiere ich richtig, wenn ich beim Einsatz angegriffen werde?“ Deeskalation, heiße die angemessene Antwort.

Bei der Ehrungsfeier war jedoch keine Gefahr im Verzug – auch wenn im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein Feuerwerk abbrannte. Es handelte sich dabei jedoch nur um ein musikalisches Spektakel: Das Duo Christoph Erb (Posaune) und Magnus Schneider (Klavier) von der Musikschule Dreiklang Vöhringen - Bellenberg - Illertissen spielte unter anderem den Satz „Das Freudenfest“ der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel.  

Die Geehrten in der Übersicht:

50 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Johann Ott (Schießen).

40 Jahre: Gerhard Bestle, Werner Schneider (beide Weißenhorn), Johann Jehle (Wallenhausen), Michael Zeller (Bubenhausen), Johann Nadler (Ingstetten), Robert Kohler (Meßhofen), Max Zwiebel, Richard Schneider (beide Roth-Berg), Anton Rupp, Wolfgang Rueß (beide Kadeltshofen), Alfons Rüggenmann (Biberberg), Raimund Bürzle (Illertissen), Winfried Deutschenbaur (Gannertshofen), Thomas Ahr (Illereichen), Stefan Sonntag (Nordholz), Josef Weh, Rudolf Pistel (beide Osterberg), Herbert Kanz (Dattenhausen).

25 Jahre: Stefan Träger, Klaus Breyer (beide Illertissen), Martin Hartmann, Kilian Jans (beide Jedesheim), Andreas Kraus, Markus Preisler, Michaela Scharnagl (alle Tiefenbach), Ulrich Ruess, Michael Staudenhechtl (beide Werksfeuerwehr BASF), Andreas Hendl (Altenstadt), Bernhard Zanker, Rainer Kolb (beide Bergenstetten), Peter Thess (Illereichen), Andreas Kreuzer, Thorsten Zimmermann (beide Untereichen), Markus Obermüller, Christian Hempfer (beide Kellmünz), Markus Glöggler, Bernd Lederer (beide Osterberg), Andreas Markthaler (Gannertshofen), Christoph Kast, Thomas Baur (beide Bubenhausen), Wolfgang Prim (Attenhofen), Michael Metzger (Meßhofen), Daniel Simon, Christian Sauter, Thomas Hornung, Andreas Hornung (alle Pfaffenhofen), Michael Offenwanger, Christoph Häusler, Anton Färber (alle Kadeltshofen).

Wir stehen zusammen! Landratsstellvertreter Herbert Pressl (vorne ganz rechts) und Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt (vorne ganz links) ehrten im Landratsamt 50 verdiente Feuer-wehrleute aus dem Landkreis Neu-Ulm. Foto: Jürgen Bigelmayr (Landratsamt Neu-Ulm)
Wir stehen zusammen! Landratsstellvertreter Herbert Pressl (vorne ganz rechts) und Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt (vorne ganz links) ehrten im Landratsamt 50 verdiente Feuer-wehrleute aus dem Landkreis Neu-Ulm. Foto: Jürgen Bigelmayr (Landratsamt Neu-Ulm)

© Martina Herrmann E-Mail

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