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Freistaat Bayern bekennt sich zur Regio-S-Bahn Donau-Iller

Verkehrs-Staatssekretär Josef Zellmeier gibt der Region Rückenwind für das geplante Großprojekt

Der Freistaat Bayern hat die Schranke für die Regio-S-Bahn Donau-Iller rund um Ulm und Neu-Ulm geöffnet. Josef Zellmeier, Staatssekretär im Bayerischen Verkehrsministerium, bejahte bei einem Kooperationsgespräch am Bahnhof Illertissen erstmals eindeutig das Großvorhaben, für das sich der Regio-S-Bahn-Verein seit Jahren einsetzt.  

Thorsten Freudenberger, Landrat des Landkreises Neu-Ulm, bedankte sich bei Zellmeier für das „klarste Bekenntnis zu dem Projekt, das wir jemals von einem Vertreter des Bayerischen Verkehrsministeriums gehört haben“. Die anderen regionalen Politikerinnen und Politiker, die an der Unterredung im Hotel Kolb teilnahmen, freuten sich unisono.

Dr. Beate Merk, Staatsministerin a. D. und Landtagsabgeordnete aus Neu-Ulm, sprach von „Stabilität und Verlässlichkeit“, die nun herrsche. Klaus Holetschek, Landtagsabgeordneter aus Memmingen, sagte: „Heute ist uns ein Quantensprung für unsere Region gelungen.“ Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg begrüßte den „Realisierungswillen“, den der Freistaat nun erstmals deutlich zeige.

Noch im laufenden Monat werde Verkehrsministerin Ilse Aigner die Kooperationsvereinbarung über den bayerischen Teil der Regio-S-Bahn mit dem Förderverein unterzeichnen, kündigte der Staatssekretär an. Der Verein, dem Städte und Landkreise aus Baden-Württemberg und Bayern angehören, verfolgt das Ziel, eine sternförmige Regio-S-Bahn mit Ulm als Zentrum zu etablieren.

Dabei soll die auszubauende Illertalbahn eine der zentralen Verkehrsachsen werden. Ziele des Ausbaus sind, einen Halb-Stunden-Takt sicherzustellen und den Angebotsumfang zu verbessern. Vor allem sollen mehr Züge auf der Strecke unterwegs sein. Dazu soll die jetzt nur eingleisige Trasse abschnittsweise auf zwei Fahrgleise ausgebaut werden, erläuterte Dr. Oliver Dümmler, Geschäftsführer des Regio-S-Bahn-Vereins. Gleichzeitig tritt die Interessengemeinschaft Illertalbahn, deren Vorsitzender Landrat Freudenberger ist, für zusätzliche Haltestellen insbesondere im Memminger Raum ein. Der Bahnhof Senden soll zum Knotenpunkt um- und ausgebaut werden. Wünschenswert, so Verkehrsexperte Dümmler, sei auch die Elektrifizierung der Strecke, die bislang nur von Dieselloks beziehungsweise -Triebwagen befahren wird.

Staatssekretär Zellmeier, der aus Laberweinting im Landkreis Straubing-Bogen stammt, sieht dies genauso: „Eine Umstellung auf Strom wäre sinnvoll.“ Darüber, wie über alle Investitionen in die Schieneninfrastruktur, entscheide nicht das Bundesland, sondern der Bund. „Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen und den Bund überzeugen, dass er mitmacht und die entsprechenden Fördermittel bereitstellt“, appellierte Zellmeier.

Auch der Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Eberhard Rotter aus Weiler-Simmerberg, der ebenfalls nach Illertissen gekommen war, signalisierte seine Unterstützung für die Gespräche und Verhandlungen mit der Bundesregierung.

© Martina Plaschke E-Mail

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