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Gelebtes Miteinander seit hunderten von Jahren

Die Ausstellung „Das Banat – Eine Reise nach Europa“ gibt Einblicke in die Geschichte der rumänischen Region und ihrer Bewohner

Unterschiedliche Gruppen leben und arbeiten zusammen, tauschen sich aus und lernen voneinander. Dieser Gedanke, der im Großen eine Europäische Gemeinschaft auszeichnet, ist als etwas kleineres Modell im Südwesten Rumäniens zu finden: im Banat.

Seit Jahrhunderten besiedeln unterschiedliche Völkergruppen wie die Banater Schwaben, Rumänen, Ungarn, Serben, Slowaken, Tschechen diesen Teil Europas und zeigen, wie ein tolerantes Miteinander funktioniert. Die schöne Landschaft sowie ein reiches Kulturerbe zeichnen die Region aus. Dennoch ist oftmals vielen das Banat kein Begriff. Um die abwechslungsreiche Geschichte dieses Gebiets sowie der Banater Schwaben bekannter zu machen, ist aktuell die Wanderausstellung „Das Banat – Eine Reise nach Europa“ im Foyer des Landratsamts Neu-Ulm zu sehen. In Kooperation mit der Kulturreferentin für den Donauraum am Donauschwäbischen Zentralmuseum, Dr. Swantje Volkmann, hat die Integrationsbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm, Margarete Fischer, die Ausstellung ins Landratsamt gebracht.

Bei der Eröffnung stellten Dr. Swantje Volkmann sowie Halrun Reinholz, Leiterin des Kultur- und Dokumentationszentrums der Landsmannschaft der Banater Schwaben, die Besonderheiten der Region und der dort beheimateten Menschen heraus. Zahlreiche Umbrüche, viele Völker und wechselnde Machthaber haben ihre Spuren hinterlassen. Seit vielen Jahren ist das Banat mehrsprachig und wird bis heute von mehr als 20 verschiedenen Ethnien bewohnt, wie Dr. Swantje Volkmann erzählte. Dort wird „Multi-Kulti“ gelebt, sagte Halrun Reinholz.

Die Ausstellung schlägt einen Bogen vom Mittelalter über die Osmanenzeit und die Zeit der Habsburger bis in die Gegenwart. Landrat Thorsten Freudenberger wünschte der Ausstellung bei der Eröffnung viele interessierte Besucher. „Ich bin von klein auf überzeugter Europäer“, sagte er. „Deshalb freue ich mich sehr über solche Ausstellungen.“ Er selbst sei bisher nur bis nach Ungarn gekommen, würde sich aber sehr freuen, noch weitere Länder entlang der Donau kennenzulernen.

Die Ausstellung kann bis zum 24. Mai im Foyer des Landratsamts Neu-Ulm, Kantstraße 8, zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden: Montag bis Mittwoch sowie Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr, Donnerstag von 7:30 bis 17:30 Uhr.

Fotos: Landratsamt Neu-Ulm/Kerstin Weidner

© Martina Herrmann E-Mail

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