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Handwerk und Pflege sind als Ausbildungsberufe bei Flüchtlingen besonders beliebt

Dialogforum Asyl im Landratsamt Neu-Ulm bietet Gelegenheit zum Informationsaustausch

Gelegenheit zum Austausch bot das jüngste Dialogforum Asyl, das im halbjährlichen Rhythmus im Landratsamt Neu-Ulm angeboten wird. Hierbei handelt es sich um eine Plattform zum Austausch zwischen Ehrenamtlichen, die in verschiedenen Helferkreisen organisiert sind und Flüchtlinge bei der Integration unterstützen, mit Mitgliedern der Verwaltung sowie verschiedener Organisationen.

Einen Überblick zu aktuellen Zahlen gab Karen Beth, Geschäftsbereichsleiterin für Kommunales, Ausländer und Soziales im Landratsamt Neu-Ulm. So waren zum 1. Oktober dieses Jahres 938 Flüchtlinge in Unterkünften des Landreises Neu-Ulm untergebracht. Hiervon handelt es sich bei rund 120 Personen um sogenannte Fehlbeleger; das heißt Flüchtlinge, deren Asylantrag genehmigt wurde und die deshalb aus den Flüchtlingsunterkünften ausziehen müssten, aber noch keine eigene Wohnung gefunden haben. Darüber hinaus informierte Karen Beth, dass die Zahl der Flüchtlinge, welche dem Landkreis Neu-Ulm zugewiesen werden, aktuell weiter rückläufig ist. „Momentan werden nur Flüchtlinge an die Kommunen verteilt, wenn für diese eine gute Bleibemöglichkeit besteht“, informierte Beth. Der Großteil an Flüchtlingen werde in den Ankerzentren untergebracht bis deren Verfahren abgeschlossen ist.

Parallel zu den rückläufigen Zahlen an Zuweisungen im Landkreis werden auch weiter bestehende Unterkünfte, für die der Mietvertrag ausläuft, geschlossen. Die Flüchtlinge werden auf die anderen Unterkünfte verteilt. Dies schreibt die Staatsregierung so vor, informierte Beth. Denn das Landratsamt mietet für den Freistaat zwar die Unterkünfte an, aber die Miete bezahlt der Freistaat.

Erfreuliche Neuigkeiten meldete das Job-Center Neu-Ulm. So konnten seit 2016 insgesamt 640 Flüchtlinge in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen vermittelt werden. 52 haben eine Ausbildung begonnen, 17 wurden in eine Einstiegsqualifizierung vermittelt und sieben Personen haben den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Des Weiteren haben neun seit 2017 ein Studium aufgenommen. Hier nannte das Job-Center Maschinenbau und Finanzwirtschaft als Beispiele. Bei den Ausbildungsberufen stehen vor allem die Bereiche Pflege und Handwerk hoch im Kurs. Ebenfalls erfreulich ist, dass sich das Sprachniveau erhöht hat, teilte Angelika Walter vom Job-Center mit.

Über die sogenannte Ausbildungsduldung informierte Jochen Grotz, Leiter des Fachbereichs Staatsangehörigkeits- und Ausländerrecht. Dies bedeutet, dass abgelehnte Asylbewerber trotzdem in Deutschland bleiben dürfen, wenn sie eine qualifizierte Ausbildung begonnen haben. Dies gilt für die Dauer ihrer Ausbildung und falls sie danach ein Beschäftigungsverhältnis erhalten, das der beruflich erworbenen Qualifikation entspricht, für die dann folgenden zwei Jahre. Wichtige Voraussetzung hierbei ist, dass die Identität des Auszubildenden geklärt ist, sonst greift diese Regelung nicht.

Zum Abschluss des Dialogforums vermittelten zwei engagierte Ehrenamtliche des Helferkreises Illertissen mit einer Bilderschau wie gut Integration funktionieren kann. Die Fotos zeigten zum Beispiel Ausflüge in den Augsburger Zoo und eine Fahrt mit der Öchslebahn.

© Rosi Feldes E-Mail

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