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Kleiner Stich – großer Nutzen

Infostand im Landratsamt macht während der Europäischen Impfwoche auf das Thema aufmerksam

„Vorbeugen. Schützen. Impfen.“  - So lautet das Motto der Europäischen Impfwoche, die vom 24. bis 30. April statt findet. In allen Mitgliedstaaten der europäischen Union gibt es in dieser Zeit deshalb Aktionen, um die Bevölkerung  zum Thema Impfschutz aufzuklären. Denn ein umfassender Impfschutz ist entscheidend für die Verhütung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben, begründen die Organisatoren der Impfwoche. Auch der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) am Landratsamt Neu-Ulm gestaltet während der Europäischen Impfwoche einen Stand mit Infomaterial im Foyer des Landratsamtes.

Viele ehemals gefürchtete Kinderkrankheiten werden heutzutage durch Impfungen verhindert. Dadurch sind einige dieser Erkrankungen so selten geworden, dass sie von der Bevölkerung nicht mehr als bedrohlich wahrgenommen werden. Dies ist einer der Gründe für die Impfmüdigkeit. Immer wieder erkranken inzwischen aber auch nicht geimpfte Erwachsene an „Kinderkrankheiten“ wie Masern oder Windpocken und müssen am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich die Infektion verlaufen kann. „Eltern und Betreuer, das Personal in den Gesundheitsberufen, politische Entscheidungsträger und Medien müssen immer wieder auf die Bedeutung von Impfungen hingewiesen werden, um höhere Durchimpfungsraten zu erreichen“, sagt deshalb Dr. Martin Küfer, Leiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes Neu-Ulm.

Öffentlicher Gesundheitsdienst erfasst Zahlen für den Landkreis Neu-Ulm

Während die Zahl der Masernfälle aktuell weltweit zunimmt, lassen sich die seit 2011 gemeldeten Fälle im Landkreis Neu-Ulm zum Glück an einer Hand abzählen: Fünf Fälle waren es in dieser Zeit, davon die letzten drei Fälle im Jahr 2017. Grundlage für diesen Erfolg ist, dass die Impfquoten bei Kindern, die im Landkreis Neu-Ulm eingeschult wurden, im Schuljahr 2017/2018 bei 96,2 % (mindestens eine Impfung) sowie 93,6 % (mindestens zwei Impfungen) lagen. 2006/2007 fiel die Impfquote für die zweite Masernimpfung noch deutlich niedriger mit nur 78,9 % aus. Bei der Durchsicht des Impfbuches in den 6. Klassen wird das wichtige Ziel von 95 % für die zweite Masernimpfung fast erreicht. Denn wenn 95 % der Bevölkerung eine Immunität gegen Masern aufweisen, kann die Weiterverbreitung von Masern verhindert werden.

Deutlich häufiger tritt die Erkrankung an Windpocken auf. Im gleichen Zeitraum sind seit 2011 insgesamt 141 Windpocken-Erkrankungen im Landkreis Neu-Ulm gemeldet worden. Im Jahr 2019 waren es bisher acht Erkrankte. Einen vollständigen Impfschutz weisen hier aktuell nur
79,9 % der Einschulungskinder auf.

„Kinderkrankheiten“ betreffen auch Erwachsene

Das Thema Impfen ist nicht nur für Kinder, sondern gerade auch für Erwachsene wichtig. An Masern erkranken zunehmend Erwachsene im Alter von 20 bis 50 Jahren, jeder zweite Erkrankte ist älter als 10 Jahre.

Dr. Küfer empfiehlt deshalb, „sich beim nächsten Arztbesuch beraten und die Impfungen nachholen zu lassen.“ Informationen rund ums Impfen finden sich bei STIKO@rki, der ersten Impf-App für Ärzte, mit der sich auch ein individueller Impfcheck erstellen lässt.

Weitere Informationen im Internet

Europäische Impfwoche

http://www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/vaccines-and-immunization/european-immunization-week

Die STIKO@rki-App wurde für die impfende Ärzteschaft entwickelt, um sie bei Fragen zum Impfen im Praxisalltag zu unterstützen. Herzstück ist der interaktive Impfcheck: Nach Eingabe von Alter, Geschlecht und Impfhistorie des Patienten wird dessen Impfstatus überprüft, noch ausstehende Impfungen identifiziert und Empfehlungen zum Schließen bestehender Impflücken gegeben.

Weitere Informationen unter Eingabe des Suchbegriffs „Impfen“

 

© Martina Plaschke E-Mail

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