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Koexistenz von Waldbesitzern und Jägern ist möglich

Waldexkursion mit Landrat Freudenberger im Privatwald von Karl Graf von Moy in Obenhausen

Auch die heimischen Wälder leiden unter Dürre, Sturm und Borkenkäferbefall. Sollte der Klimawandel weiter voranschreiten, drohen die dadurch verursachten Schäden noch massiver zu werden. Um die Wälder dagegen zu wappnen, ist die Forstwirtschaft seit einigen Jahren dabei, die Baumarten stärker zu durchmischen. Auf Einladung der Forstbetriebsgemeinschaft Neu-Ulm nahm Landrat Thorsten Freudenberger nun an einer Waldexkursion teil.

FBG-Geschäftsführer Michael Kölbl führte die Gruppe in den Privatwald von Karl Graf von Moy in Obenhausen (Gemeinde Buch), wo ohne Umzäunung eine Naturverjüngung mit zehn verschiedenen Baumarten gelungen ist. Kölbl sprach von einem „Positivbeispiel“, dass die Koexistenz von Waldbesitzern und Jägern möglich sei. Überhaupt seien im Landkreis Neu-UIm alle Hegeringe „grün“, das heißt der Rehwildbestand ist für die Wälder tragbar.

Das ist freilich bayernweit nicht die Regel. Dies führe dazu, dass die gewünschte klimatolerante Durchmischung der Wälder mit Nadel- und Laubholz häufig mit Schwierigkeiten behaftet sei, informierte Kölbl. Daher bräuchten die Waldbesitzer beim nötigen Waldumbau die Unterstützung der Jäger, „damit eine vielfältige natürliche Verjüngung hochkommt  und nicht alles mit hohen Kosten gepflanzt, eingezäunt oder mit Einzelschutz versehen werden muss“.

Außer diesem Thema kam bei der Waldexkursion mit Landrat Freudenberger die Biber- sowie die Rad- und Wanderweg-Problematik für viele Waldbesitzer zur Sprache. „Wenn Rad- und Wanderwege durch die Privatwälder gezogen werden, haben die Waldbesitzer automatisch die Verkehrsicherungspflicht.“ Sie müssten also dafür sorgen, dass Besucherinnen und Besucher nicht zu Schaden kommen, etwa durch herunterfallendes beziehungsweise -gefallenes Geäst oder Schlaglöcher in den Wegen.

© Martina Herrmann E-Mail

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