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Man sieht nur mit dem Herzen gut

Landkreis Neu-Ulm lädt zum traditionellen Tag der Blinden und Sehbehinderten ein

„Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Diese Weisheit aus dem Kinderbuchklassiker „Der kleine Prinz“ zog sich durch den Tag der Blinden und Sehbehinderten im Landkreis Neu-Ulm. Zum 38. Mal lud das Landratsamt Neu-Ulm zu der traditionellen Veranstaltung ein. Für den reibungslosen und gelungenen Ablauf sorgte der Behindertenbeauftragte am Landratsamt Neu-Ulm, Manuel Fink. Der Tag startete in der Pfarrkirche St. Laurentius im Weißenhorner Ortsteil Attenhofen. Dort gestaltete die Pastorale Mitarbeiterin der Pfarrei Weißenhorn, Petra Fröhler, mit Unterstützung der Mesnerin Elke Österle Braun und der Gemeindereferentin Carolin Aumann eine Andacht für die über 50 Gäste. Dabei machten sie deutlich, dass das Innere des Menschen zählt. Den Kern des Menschen erkenne man mit dem Herzen, weshalb es hier nicht darauf ankomme, ob man sehen kann oder ob man blind ist. Zur Erinnerung an diesen Gedanken und den Tag schenkten sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern rote Filzherzen.

Nach einem kurzen Orgelkonzert des Organisten Lukas Stipar erläuterte Walter Wörtz, Kulturreferent am Landratsamt Neu-Ulm, das Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Laurentius. Dieses gestaltete der berühmte Rokoko-Maler und Freskant Franz Martin Kuen. Der bekannte Sohn der Stadt Weißenhorn feiert dieses Jahr seinen 300. Geburtstag. Mit seiner Schilderung über das Leben und das Fresko machte Wörtz die Arbeit Kuens für alle sichtbar und gab damit einen spannenden Einblick in dessen Werk.

Als eine „seiner Lieblingsaufgaben in seiner Zeit im Landratsamt“, bezeichnete der stellvertretende Landrat Franz-Clemens Brechtel die Organsation des Tags der Blinden und Sehbehinderten. So gestaltete Brechtel in seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsleitender Beamter am Landratsamt Neu-Ulm vor einigen Jahren den Tag, bevor er Bürgermeister in Roggenburg wurde. „Ich habe heute viele Bekanntschaften aus dieser Zeit wieder getroffen, worüber ich mich sehr freue“. Aber dieser Tag solle auch ein „Wirken nach Außen sein“, betonte Brechtel. „Unsere Gesellschaft fragt nach wie vor zu wenig danach, wie Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen eingebunden werden.“ Deshalb gelte es, die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und auf die Belange von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen.

Dem konnte sich Weißenhorns Bürgermeister Wolfgang Fendt, der ebenfalls zu Gast war, nur anschließen. Er hatte sich im Vorfeld der Veranstaltung über die unterschiedlichen Ausprägungen von Sehbehinderungen informiert. „Das Wissen in der Bevölkerung über Sehbehinderungen ist immer noch sehr gering“, sagte Fendt. Und damit sei auch das Einfühlungsvermögen für die Probleme blinder und sehbehinderter Menschen noch nicht so ausgeprägt wie es sein sollte. Deshalb seien der Dialog miteinander elementar und Veranstaltungen wie der Tag der Blinden und Sehbehinderten von hoher Bedeutung.

Die Veranstaltung eingeführt hatte Altlandrat Franz Josef Schick im Jahr 1981. Dessen Nachfolger Erich Josef Geßner und Thorsten Freudenberger setzten diese gerne fort.

Zum Abschluss ging es zum gemeinsamen Mittagessen in den nahe gelegenen Gasthof Neumaiers Hirsch, wo sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander austauschen konnten. Hier begrüßte sie Landrat Thorsten Freudenberger, der sich über die jährliche Begegnung freute. „Jedes Mal, wenn ich mit Ihnen rede, kommt so viel Kraft und Lebensfreude von Ihnen bei mir an“, sagte Freudenberger. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich diese erhalten.“ Zudem wolle er ihnen Mut zusprechen, mit ihrer Einschränkung zu leben, sich aber davon in der Lebensfreude nicht bremsen zu lassen.

Fotos: Landratsamt Neu-Ulm/Kerstin Weidner

© Rosi Feldes E-Mail

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