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So können Horte ihre Qualität verbessern

Fachtag am Landratsamt Neu-Ulm für Fachkräfte zur ganztägigen Bildung von Grundschulkindern

Horte bieten wichtige Bildungs- und Betreuungsangebote für Schulkinder. 20 Prozent der Grundschülerinnen und -schüler in Bayern werden nach dem Unterricht mittags und nachmittags in einem Hort betreut, und es werden immer mehr. Wie können diese die Qualität ihres Angebots verbessern? Mit dieser Frage befasste sich ein Fachtag für Fachkräfte von Horten und Häusern für Kinder in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg. Die beiden Organisatorinnen Melanie Guse und Margot Nitschke vom Landratsamt Neu-Ulm hatten dazu Dr. Andreas Wildgruber vom Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München als Referenten engagiert.

Die Kinder, so der Forscher, müssten sich bei der Hausaufgabenbetreuung wohl und akzeptiert fühlen. Erreicht werde dies in aller Regel, indem ihre individuellen Bedürfnisse bei der Gestaltung der Hausaufgabenzeit berücksichtigt werden. Dies könne bewirken, dass sie sich mehr engagieren und schließlich auch mehr (voneinander) lernen. Wenn es gelinge, an den Horten eine ausgeprägte Kultur der Anerkennung zu etablieren, dann motiviere dies die Mädchen und Buben. „Erfolge führen zu weiteren Erfolgen“, beschrieb Dr. Wildgruber den Wirkungsmechanismus.  

Erfolgsfördernd sei auch, sie eigenverantwortlich entscheiden zu lassen, wann und wie sie ihre Hausaufgaben machen: „Unterstützen Sie die Kinder, verschiedene Situationen auszuprobieren und darüber nachzudenken, wann sie am besten Hausaufgaben machen können“, riet der Wissenschaftler den Praktikerinnen. Letztlich müsse jedes Kind seinen Weg finden und gehen können. Die Hortmitarbeiterinnen sollten hierzu mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen experimentieren.

Als sinnvoll erachtet Dr. Wildgruber auch, dass die Schulen und die Horte verstärkt zusammenarbeiten, indem sie zum Beispiel ihre Erwartungen und Erfahrungen zu Korrektur und Umfang der Hausaufgaben abstimmen. Auch darüber hinaus sollten die Einrichtungen kooperieren, etwa durch den gegenseitigen Besuch von eigenen Veranstaltungen, gemeinsame Projekte und Fortbildungen sowie regelmäßige Hospitationen.

Im Internet gibt es unter der Adresse www.egov.bayern.de/fortbildung-ifp/ eine Datenbank, in der alle qualifizierten und staatlich geförderten Fortbildungen in Bayern stehen, die sich an pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen (Kitas) wenden.  

© Rosi Feldes E-Mail

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