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Streifzüge in die Vergangenheit am „Tag des offenen Denkmals“

Auch im Landkreis Neu-Ulm gibt es am Sonntag, 10. September, Macht und Pracht zu entdecken

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen europaweit historische Bauten und Stätten ihre Türen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Beim „Tag des offenen Denkmals“ können Architektur- und Geschichtsinteressierte Streifzüge in die Vergangenheit unternehmen. Auch im Landkreis Neu-Ulm veranschaulichen fachkundige Führerinnen und Führer an konkreten Beispielen die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben.

Unter dem diesjährigen Motto „Macht und Pracht“ bietet der Landkreis am Sonntag, 10. September 2017, ein vielfältiges  Programm mit dem Archäologischen Park Caelius Mons in Kellmünz, dem Klostermuseum Roggenburg, der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Nersingen-Straß und der evangelischen Kirche in Neu-Ulm/Steinheim.

Archäologischer Park Caelius Mons in Kellmünz:

Geöffnet von 11 bis 18 Uhr

Der rätische Limes entlang von Iller und Donau bildete die Westgrenze des römischen Imperiums. Zur Sicherung dieser Grenze wurde um 300 n. Chr. unter den Kaisern Diocletianus und Maximianus Herculius auf dem Plateau des Illerhochufers ein mächtiges Kastell mit Toranlage und wehrhaften Eck- und Zwischentürmen errichtet: Caelius Mons. Die archäologischen Reste der antiken Anlage zeigt und erklärt Kreisarchivar und Hobby-Archäologe, Peter Wischenbarth, bei einer Führung ab 11 Uhr.

Klostermuseum Roggenburg:

Geöffnet von 11 bis 18 Uhr

In den Räumen der ehemaligen Prälatur wird die Geschichte des Reichsstifts Roggenburg und seines Territoriums von der Gründung 1126 bis zur Säkularisation 1802 anschaulich dargestellt. Im Mittelpunkt der Führung von Kunsthistorikerin und Museumspädagogin, Sabine Moser, steht das Leben und Wirken des "Großen Georgs" - Abt Lienhardt, der heuer vor 300 Jahren geboren wurde. Georg Leinhardt war 30 Jahre Abt im Kloster Roggenburg und maßgeblich an der Barockisierung der Anlage beteiligt. Die Führung beginnt um 13.30 Uhr.

Pfarrkirche St. Johann Baptist in Nersingen-Straß:

Geöffnet von 12 bis 17 Uhr (sonst geschlossen)

Im Auftrag des Klosters Elchingen erbaute Johann Wiedemann von 1746 bis 1748 die Rokokokirche. Sehenswert sind unter anderem die Fresken von Joseph Wannenmacher, der Wessobrunner Stuck und der Hochaltar, der aus dem Kloster Fultenbach stammt, das im Zuge der Säkularisation abgerissen wurde. Anton Aubele bietet zwei Führungen an: um 14 und um 16 Uhr. 

Evangelische Nikolauskirche in Neu-Ulm/Steinheim:

Geöffnet von 10 bis 17.30 Uhr (sonst geschlossen)

Das Gotteshaus stammt aus vorreformatorischer Zeit. Es hat eine bewegte Geschichte in der Reformations- und Gegenreformationszeit mit der katholischen Gemeinde Holzheim. Die sogenannten Katechismustafeln dokumentieren Luthers Lehre als Bekenntnisbilder. Sie repräsentieren das Selbstbewusstsein der Steinheimer am Ende der Gegenreformation gegen die Holzheimer Rekatholisierungsbestrebungen. Es gibt zwei Führungen mit Klara Aubele: gegen 11.15 nach Ende des Festgottesdienstes zum Gemeindefest sowie um 15.30 Uhr.


Alle Führungen und der Eintritt zu den Objekten sind jeweils kostenfrei. Nähere Informationen gibt es im Landratsamt Neu-Ulm unter Telefon 0731/7040-1018 (Walter Wörtz), per E-Mail an: walter.woertz@lra.neu-ulm.de oder im Internet unter www.landkreis.neu-ulm.de

 

INFO: Tag des offenen Denkmals

Ziel des „Tages des offenen Denkmals“ ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Im Jahr 2016 öffneten bundesweit über 8.000 Denkmale in mehr als 2.600 Städten und Gemeinden ihre Türen mit fachkundigen Führungen und Veranstaltungen für Jung und Alt. 2006 wurde die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für die Aktion „Tag des offenen Denkmals“ im Rahmen der Kampagne „Deutschland - Land der Ideen“ ausgezeichnet.

© Martina Plaschke E-Mail

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