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Übung für den Katastrophenfall

Führungsgruppe Katastrophenschutz und zahlreiche Einsatzkräfte üben den Ernstfall

Was passiert, wenn über den Landkreis Neu-Ulm eine Katastrophe hereinbricht? Damit befasst sich die sogenannte Führungsgruppe Katastrophenschutz, kurz FüGK, am Landratsamt Neu-Ulm. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, gab es jetzt eine Vollübung, bei der mehrere hundert Personen im Einsatz waren. Dabei handelte es sich um Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, BRK und THW. Hinzu kamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes sowie Fachberater aus unterschiedlichen Bereichen. Dass eine Übung statt findet war zwar bekannt, was die Beteiligten im Laufe der Übung erwartete, war jedoch streng geheim und überraschend, um möglichst realitätsnah üben zu können.

Das Eingangsszenario klang erst mal nach Routine: Gegen 10:00 Uhr löst die Brandmeldeanlage in der Ratiopharm-Arena den Alarm aus. Zügig rückt die Feuerwehr aus. Doch schnell wird klar, im Gebäude fallen Schüsse und jemand hat sich dort mit Geiseln verschanzt. Für die Feuerwehr bedeutet dies ganz klar Rückzug und die Alarmierung der Polizei. Diese hat nun die Aufgabe, die Situation unter Kontrolle zu bringen und den Täter zu stellen, damit die Rettungskräfte nachrücken und sich um die Verletzten kümmern können. Die Polizeikräfte dringen in die Arena vor und nach kurzer Zeit erfolgt die Meldung, dass der Täter tot ist.

Nachdem das Gebäude gesichert ist und die Polizei die Arena freigegeben hat, können Feuerwehr und BRK nun in die Halle kommen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Anzahl der Verletzten ist hoch. Die Statisten sind mit lebensechten Wunden geschminkt, die es nun zu versorgen gilt. Bis zum Mittag können die Verletzten auf die Krankenhäuser im Landkreis verteilt werden und es kehrt wieder Ruhe um die Ratiopharm-Arena ein. Doch wer glaubt, jetzt etwas durchatmen zu können, hat sich geirrt. Denn die Mitglieder der FüGK und die Einsatzkräfte im südlichen Landkreis erreicht die Mitteilung, dass es bei Weiler zu einem Verkehrsunfall kam, bei dem fünf Strommasten beschädigt wurden. Eine Biogasanlage und ein Einsiedlerhof sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Es droht ein größerer Stromausfall im südlichen Landkreis.

Konzentriert verfolgen die Mitglieder der FüGK im Landratsamt am Vormittag und frühen Nachmittag die beiden Ein­sätze. Auf den Computerbildschirmen und an großen Smartboards erscheinen regelmäßig die neuesten Infos von den Einsatzorten. Die Aufgabe der FüGK ist es, die Katastrophe bzw. die größeren Schadensereignisse mit der örtlichen Einsatzleitung zu koordinieren und zu bewältigen. Während der Örtliche Einsatzleiter (ÖEL) mit einer Unterstützungsgruppe (UG-ÖEL) die taktisch-operative Führung vor Ort inne hat, unterstützen die Mitglieder der FüGK im Landratsamt den Einsatz vor allem organisatorisch.

Zur Vollübung kamen dabei zum ersten Mal die frisch umgebauten und technisch neu ausgestatteten Räume der FüGK zum Einsatz. „Diese haben sich bewährt“, sind sich Peter Dieling, Leiter des Geschäftsbereichs Umwelt, Verkehr, Sicherheit und Ordnung sowie Wolfgang Höppler, Leiter des Fachbereichs Sicherheitsrecht, Brand- und Katastrophenschutz, einig. „Die Zusammenarbeit war sehr gut und alle Kräfte waren motiviert“, sagte Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt. Die Einsatzziele wurden erreicht, aber es konnten auch wichtige Erkenntnisse aus der Übung gewonnen werden, was noch verbessert werden sollte und woran man arbeiten kann, lautete das Fazit. Die Vollübungen finden in der Regel alle sechs Jahre statt.

Wir danken allen Beteiligten sowie allen Einsatzkräften für ihre Teilnahme und ihr Engagement!

Im Einsatz waren

In Neu-Ulm

  • Feuerwehr                                                  187 Personen
  • Polizei                                                          60 Personen
  • BRK                                                            120 Personen
  • THW                                                            35 Personen
  • Komparsen                                                  60 Personen

Im südlichen Landkreis

  • Feuerwehr                                                 130 Personen
  • BRK                                                               2 Personen
  • THW                                                            29 Personen

Mitglieder der FüGK/Mitarbeiter
im Landratsamt (einschließlich UG-ÖEL)       46 Personen

Fachberater

  • LEW                                                              3 Personen
  • Bundeswehr                                                  3 Personen
  • BKK                                                               1 Person
  • Amt für Ernährung
    Landwirtschaft und Forsten (AELF)              1 Person
  • Polizei                                                           2 Personen

Übungsleitung                                                   7 Personen

Schiedsrichter                                                    8 Personen



Fotos: Landratsamt Neu-Ulm

© Martina Plaschke E-Mail

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