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Wo kommt die Milch her?

Landrat Thorsten Freudenberger besucht eine 6. Klasse beim Projekt „Landfrauen machen Schule+“ auf dem Bauernhof

30 Kilo Futter frisst eine Milchkuh am Tag in etwa – da mussten sich die Sechstklässler des Illertal-Gymnasiums Vöhringen beim Füttern auf dem Hof des Ehepaars Ade in Gerlenhofen ganz schön ins Zeug legen. Doch die Mädchen und Buben hatten sichtlich Freude daran, die hungrigen Kühe mit haufenweise Heu zu versorgen. Die Fütterung im Kuhstall war der Abschluss des Aktionstages „Landfrauen machen Schule+“, an dem die Klasse 6b teilgenommen hat. Und auch Landrat Thorsten Freudenberger überzeugte sich vor Ort von dem Erfolg des Programms, das von der Bildungsregion Landkreises Neu-Ulm unterstützt wird: „Das ist eine tolle und sinnvolle Aktion. Es freut mich besonders, dass die Schülerinnen und Schüler so begeistert und wissbegierig bei der Sache sind.“

Noch in der fünften Klasse im vergangenen Schuljahr hatte die Klasse das Thema Ernährung auf dem Lehrplan. Im Rahmen des Projektes „Landfrauen machen Schule+“ war Andrea Wenzel, Ernährungsfachfrau beim Bayerischen Bauernverband, ans Illertal-Gymnasium gekommen und stellte mit den Kindern aus Milch Butter her. Nun fuhr die Klasse zum Bauernhof, um zu sehen, woher die Milch eigentlich kommt.

Kreisbäuerin Christiane Ade und ihr Mann führten die Klasse mit ihren Lehrerinnen Angela Lange und Carola Finking über den Hof. Besonders spannend fanden die Schüler den Melkroboter und stellten viele Fragen. „Viele Kinder wissen heute kaum noch etwas über die Herkunft von Nahrungsmittel. Sie kennen nur die abgepackten Produkte im Supermarkt“, sagte Christiane Ade. Deshalb habe sie gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband vor einem Jahr das Projekt „Landfrauen machen Schule+“ ins Leben gerufen. Fünf Klassen haben im ersten Jahr teilgenommen und Ade bilanzierte: „Es war ein gelungener Start und wir wollen das Projekt auf jeden Fall fortsetzen.“ Die Kinder sollen dabei erfahren, wie wertvoll unsere heimischen Lebensmittel sind, sie sollen etwas über den Umgang mit Tieren und Pflanzen lernen, über gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit.

Klassenlehrerin Angela Lange war nach den beiden Aktionstagen überzeugt von dem Projekt: „Die Schülerinnen und Schüler haben viel gelernt und hatten richtig Spaß dabei.“ Im Gespräch mit Landrat Freudenberger teilten die Kinder ihr neu erlerntes Wissen gleich mit: Eine Milchkuh trinkt jeden Tag eine Badewanne voll Wasser. „Es ist einfach toll, dass die Kinder hier die Möglichkeit haben, direkt vor Ort etwas zu lernen. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt gerne und hoffen, dass noch viele Klassen davon profitieren“, sagte Landrat Freudenberger zum Abschluss.

Fotos: Magdalena von Petersdorff / Landratsamt

© Martina Plaschke E-Mail

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