BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr

Altlasten (Altablagerungen, Altstandorte)

Im Jahr 1999 sind das Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten (Bundes-Bodenschutzgesetz) und die zu seinem Vollzug wichtige Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung in Kraft getreten. Im Bodenschutzrecht werden Vorschriften zum Schutz des Bodens vor schädlichen Veränderungen und zur Erkundung, Untersuchung und Sanierung von Altlasten zusammengefasst, die früher in verschiedenen Gesetzen zum Abfall-, Sicherheits- und Wasserrecht enthalten waren.

Der Gesetzgeber versteht unter Altlasten

  1. stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen), und
  2. Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Altstandorte),


durch die schädliche Bodenveränderungen (z. B. durch Verunreinigungen) oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit (z. B. durch kontaminierte Nutzpflanzen) hervorgerufen werden. Von altlastverdächtigen Flächen spricht man, wenn der Verdacht sich noch nicht durch Untersuchungen bestätigt hat bzw. so lange er noch nicht ausgeräumt werden konnte.

Die Verursacher einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast, der Grundstückseigentümer und der Inhaber der tatsächlichen Gewalt über ein Grundstück (Mieter oder Pächter) sind verpflichtet, konkrete Anhaltspunkte dafür, dass eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast vorliegt, unverzüglich dem Landratsamt mitzuteilen. Das Landratsamt führt dann im Benehmen mit den betroffenen Fachbehörden (z. B. Wasserwirtschaftsamt) eine erste Gefährdungsabschätzung durch.

Kann der Verdacht auf eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast nicht ausgeräumt werden oder bestätigt er sich, ist das Bayer. Landesamt für Umwelt und die betroffene Gemeinde über die Erstbewertung zu unterrichten. Beim Landesamt für Umwelt wird ein Kataster geführt, in dem die gemeldeten Flächen erfasst werden.

Zur Untersuchung und Sanierung von Bodenbelastungen und von Altlasten sowie dadurch verunreinigter Gewässer verpflichtet sind in erster Linie der Verursacher und der Grundstückseigentümer.

Weitergehende Fragen können nur bezogen auf den konkreten Einzelfall beantwortet werden. Ansprechpartner hierfür sind

  • für industrielle und gewerbliche Altstandorte: Herr Wieser, Tel. 0731/7040-4200,
  • für Altablagerungen: Herr Wieser, Tel. 0731/7040-4200.

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