Asyl und Gesundheit

Medizinisches Kurzscreening und Gesundheitsuntersuchungen von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern nach § 62 Asylverfahrensgesetz (AsylVfG)

Die Gesundheitsversorgung für Asylbewerber im gesamten Bereich der Erstaufnahme erfolgt in ganz Bayern dreiteilig: In einer ersten Stufe wird ein so genanntes „Kurzscreening“ durchgeführt. In der zweiten Stufe erfolgen die nach § 62 AsylVfG vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen. Einen dritten Bereich stellt die kurative Versorgung dar.

Die Untersuchungen dienen sowohl dem individuellen Wohl des Asylbewerbers als auch dem Schutz der einheimischen Bevölkerung. Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen zeigen, dass der Prozentsatz von Asylbewerbern mit relevanten Infektionserregern sehr gering ist.

Weitere Angaben finden Sie hier.

Weitere Informationen:

Asyl und Gesundheit

Zahlreiche Informationen zum Thema "Asylsuchende und Gesundheit" sind unter folgendem Link des Robert Koch-Instituts zusammengefasst:

Inhalte sind u.a.:

Konzept zu Impfungen bei Asylsuchenden, insbesondere mit Angaben zu frühzeitiger Impfung

Akutbehandlungsbedürftige, für Deutschland ungewöhnliche Infektionskrankheiten, die bei Asylsuchenden auftreten können

Erregersteckbriefe der BZgA in verschiedenen Sprachen

Informationen für Bayern

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Asylbewerber und Gesundheitsmanagement

u.a. mit Merkblätter zu Hepatitis B, Norovirusausbrüchen, Varizellen, Masern, Scabies, Läuserückfallfieber

Merkblatt für ehrenamtliche Asylhelferinnen und –helfer zum Umgang mit Asylbewerbern in Bezug auf mögliche Infektionsgefährdungen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen im nichtmedizinischen Bereich und im medizinischen Bereich

Ergebnisse der Gesundheitsuntersuchungen nach § 62 AsylVfG in Bayern

Die bisherigen Ergebnisse der Gesundheitsuntersuchungen nach § 62 AsylVfG durch den ÖGD in Bayern werden in einem Artikel des Bayerischen Ärzteblatts 9/2015 zusammengefasst.

Die Stuhluntersuchung wird seit September 2015 bayernweit nicht mehr routinemäßig, sondern nur noch anlassbezogen durchzuführen. Die Nachweise der Stuhluntersuchung auf Erreger der TPER-Gruppe lagen in den letzten Jahren deutlich unter 1%. Die äußerst niedrigen Inzidenzen zeigen, dass Asylbewerber als Keimträger und Reservoir kaum eine Rolle spielen und somit keine relevante Gefahr für die deutsche Bevölkerung darstellen.

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© Martina Herrmann E-Mail

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