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BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr | Artikelkat

Bürgerstiftung

Bürgerstiftung

www.buergerstiftung-landkreis-neu-ulm.de

Bürgerinnen und Bürger engagieren sich im Landkreis Neu-Ulm für die Belange des Gemeinwohls - dies ist das Ziel der vom Landkreis Neu-Ulm gegründeten Bürgerstiftung Reinhold und Gabriele Dehm. Landrat Thorsten Freudenberger richtete sich mit einem Spendenaufruf an die Bevölkerung im Kreis und setzt dabei auf eine breite Unterstützung: "Ich würde mich sehr freuen, wenn es möglich wäre, das Stiftungsvermögen anhand von Zustiftungen so aufzustocken, dass mit den Erträgen Menschen im Landkreis Neu-Ulm wirksam geholfen werden kann."

Die Bürgerstiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im sozialen Bereich zu Gunsten der Bevölkerung des Landkreises Neu-Ulm. Dabei setzt sie insbesondere auf folgende Schwerpunkte: 

  • Bildung und Erziehung
  • Jugend- und Altenhilfe
  • öffentliche Wohlfahrtspflege
  • öffentliche Gesundheitspflege

Ausdrücklich nennt die Stiftungssatzung Zuwendungen an begabte Schüler und Studierende, an Menschen mit Behinderungen oder an Alleinerziehende, wenn sie bedürftig sind. Gefördert werden sollen aber auch Initiativen, Projekte und soziale Netze, die vorbeugende Maßnahmen anbieten, um sozialen Konflikten bereits im Vorfeld zu begegnen. "Durch Hilfe zur Selbsthilfe lässt sich ein besonders hoher Wirkungsgrad erreichen", erklärt Landrat Freudenberger.

Die Basis für die von der Regierung von Schwaben als Aufsichtsbehörde anerkannte Bürgerstiftung bildet das Vermächtnis von Gabriele Dehm, einer Ende 2005 verstorbenen Mitarbeiterin des Landratsamts Neu-Ulm. Sie hatte verfügt, dass Teile ihres Vermögens dem Landkreis Neu-Ulm zum Zwecke der Gründung einer Stiftung zufließen sollen, die ihren und den Namen ihres ebenfalls verstorbenen Bruders Reinhold Dehm tragen soll.

Die Bürgerstiftung verfügt über zwei Organe, deren Mitglieder ehrenamtlich tätig sind. Der Stiftungsvorstand leitet die Stiftung. Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist Kreiskämmerer Mario Kraft, sein Stellvertreter Herr Regierungsamtsrat Burkhard Ermler. Die Mitglieder des Stiftungsrats, der über alle grundsätzlichen Angelegenheiten entscheidet und insbesondere über die Verwendung der Vermögenserträge beschließt, kommen aus dem kirchlichen Bereich, dem Schulbereich und aus der Kommunalpolitik. Sie werden jeweils für 2 Jahre vom Schul-, Sport-, Kultur- und Stiftungsausschuss, einem Unterausschuss des Kreistags des Landkreises Neu-Ulm, berufen.

Dem Stiftungsrat gehören an:

  • Landrat Thorsten Freudenberger als Vorsitzender
  • Dekanin Gabriele Burmann, Evang.-Luth. Dekanat Neu-Ulm als stellvertretende Vorsitzende
  • Dekan Markus Mattes, Kath. Dekanat Neu-Ulm
  • Kreisrätin Gabriele Rzehak-Wartha, Neu-Ulm
  • Kreisrat Herbert Pressl, Vöhringen
  • Bürgermeister Josef Walz, Pfaffenhofen
  • Oberstudiendirektor Dr. Martin Bader vom Lessing-Gymnasium Neu-Ulm

Zuwendungen an die Bürgerstiftung können als Spende oder als Zustiftung erfolgen. Während eine Spende bei der nächsten Ausschüttung restlos vergeben wird, fließt die Zustiftung in das Stiftungsvermögen ein. Ausgeschüttet werden in diesem Fall nur die jährlich erwirtschafteten Zinserträge. Wenn bei einer Spende nichts anderes vermerkt ist, werden gespendete Beträge ab 500 Euro als Zustiftung betrachtet und dem Stiftungsvermögen zugeschlagen, damit auch längerfristig wirksam geholfen werden kann. Zuwendungen an die Bürgerstiftung sind steuerlich absetzbar.

Während für eine Stiftung das Mindestkapital 50.000,00 Euro betragen muss, gibt es für Zustiftungen keine Grenze. Die Bürgerstiftung eröffnet den Bürgern die Möglichkeit, auch kleine Beträge auf Dauer einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung zu stellen. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals können vielfältige Projekte für das Gemeinwohl gefördert werden. "Bürgerstiftungen sind damit eine moderne und sachgerechte Antwort auf die Finanzknappheit der öffentlichen Hand," hebt Freudenberger hervor. Wegen der Etatknappheit der öffentlichen Hand werde die Bedeutung des privaten Engagements und der ehrenamtlichen Solidarität zunehmen, ist der Landrat überzeugt. "Mein Ziel ist es daher, unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen im Landkreis dafür zu gewinnen, die Bürgerstiftung finanziell zu unterstützen" ruft er zu Zuwendungen auf.

Ein weiteres großzügiges Vermächtnis konnte inzwischen bereits in die Bürgerstiftung des Landkreises eingebracht werden. Die verstorbene Frau Theresia Baur aus dem Landkreis hat diesem vier Eigentumswohnungen vermacht mit der Auflage, die Mieteinnahmen aus den Wohnungen der Hospizbewegung zur Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen im Bereich des Landkreises Neu-Ulm zuzuwenden. Der Landkreis Neu-Ulm hat deshalb im Einvernehmen mit dem Testamentsvollstrecker die Eigentumswohnungen der Bürgerstiftung zugestiftet.

Um auf Dauer wirksam helfen zu können, muss die Bürgerstiftung ihr Stiftungsvermögen kontinuierlich mittels Zustiftungen aufbauen. Hierauf ist sie wegen ihres umfassenden Stiftungszwecks dringend angewiesen. Damit sich die Bürger mit der Stiftung identifizieren können, muss die Bürgerstiftung aber auch in der Öffentlichkeit bekannt sein. Nur indem sie ihre Handlungsfelder öffentlich macht, kann sie Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft und Mitverantwortung hervorrufen und stärken.

Deshalb wurden für die Stiftung ein eigenes Logo und ein Informationsflyer, in dem der Stiftungszweck, die Leistungen und die formalen Voraussetzungen detailliert beschrieben sind, entwickelt. Entwurf und Druck erfolgten kostenlos durch Firmen aus dem Landkreis Neu-Ulm. www.buergerstiftung-landkreis-neu-ulm.de

"Die bürgerschaftliche Solidarität im sozialen Bereich und damit der Zweck unserer Bürgerstiftung stellt eines der wichtigsten Aufgabenfelder unserer Zeit dar", so der Landrat bei der Vorstellung der neuen Broschüre, die im Landratsamt und in weiteren öffentlichen Einrichtungen aufgelegt wird.

Landrat Freudenberger weiter: "Ich möchte unsere Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich dazu aufrufen, sich für unsere Bürgerstiftung persönlich zu interessieren und sie dabei - im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten - auch finanziell zu unterstützen. Denjenigen, die das bereits getan haben, darf ich an dieser Stelle meinen ebenso herzlichen Dank aussprechen."

Das Spendenkonto der Bürgerstiftung lautet:

Bürgerstiftung
Reinhold und Gabriele Dehm

IBAN: DE43 7305 0000 0430 0117 00
BIC: BYLADEM1NUL

Anträge von Privatpersonen auf Unterstützung durch die Stiftung können schriftlich über die Wohlfahrtsverbände, die Städte, Märkte und Gemeinden, das Jobcenter Neu-Ulm oder über die mit Sozialleistungen befassten Fachbereiche des Landratsamtes gestellt werden an:

Bürgerstiftung
Reinhold und Gabriele Dehm
c/o Landratsamt Neu-Ulm
Kantstraße 8
89231 Neu-Ulm

Für weitere Informationen steht Herr Mario Kraft, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, gerne zur Verfügung.
Tel. 0731/7040-1300, Fax 0731/7040-1399.

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Satzung der Bürgerstiftung
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Flyer Bürgerstiftung 2015.pdf
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Plakat Bürgerstiftung 2015.pdf
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