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Die Kunst spricht für sich

Neue Sonderausstellungen vom 12. September bis zum 18. November 2018 im Kunstmuseum in Oberfahlheim

L’art pour l’art – Kunst der Kunst willen. Kann man so die künstlerische Devise von Dieter Gassebner auf einen Nenner bringen? Der Blaubeurer stellt neuerdings zusammen mit Trisha Kanellopoulos (München) im Museum für bildende Kunst des Landkreises Neu-Ulm in Oberfahlheim aus. Im Kabinett präsentiert Elena Schoch (Ulm) ihre Grafiken und Collagen. Die Vernissage findet am Mittwoch, 12. September 2018, um 19 Uhr statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.  

„Ästhetik steht bei mir im Vordergrund. Meine Arbeiten sind eindeutig und ausgewogen, sie sind kommentarlos, sie sollen nichts erklären, erfordern keine Interpretation, gleich welcher Art“, sagt Dieter Gassebner und gibt sich so als Anhänger des Ästhetizismus zu erkennen.

Mangels Interpretationshilfe bleibt es also allein dem Betrachter/der Betrachterin überlassen, sich ein Bild von den Skulpturen und Objekten zu machen, die der 1950 geborene Autodidakt aus Baumaterialien wie Zement, MdF-Platten oder Baustahl gestaltet hat. Letztlich erscheint damit jede Kreation als das, was individuell darin gesehen wird.

Es ist, was es ist. Bei Nietzsche heißt es dazu: „Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen. Wir können kein Faktum ‚an sich‘ feststellen: vielleicht ist es ein Unsinn, so etwas zu wollen. ‚Es ist alles subjektiv‘ sagt ihr: aber schon das ist Auslegung, das ‚Subjekt‘ ist nichts Gegebenes, sondern etwas Hinzu-Erdichtetes, Dahinter-Gestecktes."

Derart auslegungsbedürftig sind auch die Erd-Bilder von Trisha Kanellopoulos. Das Werk der 1952 geborenen US-Amerikanerin, die seit 1975 in München lebt, wird stark von ihren instinktiven und visuellen Eindrücken verschiedener Landschaften beeinflusst. Erde ist ihr bevorzugtes Malmaterial. Auf der Leinwand entstehen so übereinander gelagerte Schichten, die den Erd-Bildern eine haptische Dimension verleihen.

Imaginäre Welten voller Poesie und Leidenschaft erschafft Elena Schoch, indem sie sich mit der menschlichen Gefühlswelt und mit Naturphänomenen auseinandersetzt. Es findet dabei immer eine Art Verwandlung statt, bei der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Übernatürlichem verschwimmen.

Elena Schoch, 1964 in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geboren, studierte Malerei an der Staatlichen Kunsthochschule Minsk und Textildesign an der Universität Witebsk. Heute lebt und arbeitet sie als freie Künstlerin in Ulm. Im vorigen Jahr wurde sie mit dem Gildepreis der Künstlergilde Ulm ausgezeichnet.

Die Ausstellungen können vom 12. September bis zum 18. November 2018 im Museum für bildende Kunst in Nersingen-Oberfahlheim, Alte Landstraße 1a, besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Das Museum des Landkreises Neu-Ulm ist jeweils dienstags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags/sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich: Telefon 0731/7040-1018. Weitere Informationen im Internet unter www.landkreis.neu-ulm.de

Fotos: Walter Wörtz/Landratsamt Neu-Ulm

© Martina Plaschke E-Mail

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