BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr

Familiennachzug

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes, Art. 6 des Grundgesetzes.

Ausländische Staatsangehörige, die sich mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis im Bundesgebiet aufhalten, können daher ihren Ehegatten und ihre minderjährigen Kinder nachziehen lassen.

Die einzelnen Regelungen zum Nachzug ausländischer Familienangehöriger sind im Aufenthaltsgesetz sehr detailliert festgelegt. Hierbei wird auf unterschiedliche Fallkonstellationen abgestellt, beispielsweise, ob der hier bereits lebende Ausländer, zu dem der Familiennachzug erfolgen soll, eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Niederlassungserlaubnis besitzt.

In bestimmten Fällen besteht ein Rechtsanspruch, d.h. der Familiennachzug muss bei Erfüllung aller im Gesetz genannten Voraussetzungen genehmigt werden. In anderen Fällen wird nach Ermessen entschieden, d.h. der Familiennachzug kann zugelassen werden.

In allen Fällen des Familiennachzuges ist Voraussetzung, dass die Einreise des Ehegatten und der Kinder zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft erfolgt. Der Lebensunterhalt einschließlich ausreichendem Krankenversicherungsschutz muss ohne die Inanspruchnahme öffentlicher Mittel sichergestellt sein. Ferner muss ausreichender Wohnraum zur Verfügung stehen. Beim Familiennachzug zu deutschen Staatsangehörigen kommt der Sicherung des Lebensunterhaltes eine untergeordnete Bedeutung zu.

Grundsätzlich brauchen die ausländischen Ehegatten und Kinder für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein Visum der deutschen Auslandsvertretung.

Für die Herstellung und Wahrung einer lebenspartnerschaftlichen Gemeinschaft im Bundesgebiet finden die Voraussetzungen des Familiennachzuges entsprechend Anwendung.

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