BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr | Artikelkat

Gewässerbenutzungen

Das Wasserhaushaltsgesetz bestimmt, dass eine Benutzung der Gewässer grundsätzlich der behördlichen Erlaubnis oder Bewilligung bedarf. Benutzungen im Sinne des Gesetzes sind:

  • das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern (z. B. zur Wasserversorgung eines Fischteiches),
  • das Aufstauen und Absenken von oberirdischen Gewässern (z. B. zum Betrieb eines Kraftwerks),
  • das Entnehmen fester Stoffe aus oberirdischen Gewässern (z. B. Kies), soweit sich dies auf die Gewässereigenschaften auswirkt,
  • das Einbringen und Einleiten von Stoffen in Gewässer (z. B. Einleitung von Abwasser, Bohrungen zur thermischen Nutzung der Erdwärme),
  • das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten von Grundwasser (z. B. zur Wasserversorgung oder zum Trockenhalten einer Baugrube während der Bauzeit).

Als Benutzungen gelten auch:

  • das Aufstauen, Absenken und Umleiten von Grundwasser durch Anlagen, die hierzu bestimmt oder hierfür geeignet sind (z. B. Errichtung einer Spundwand oder eines Bauwerkes in das Grundwasser hinein),
  • sonstige Maßnahmen, die geeignet sind, dauernd oder in einem nicht nur unerheblichen Ausmaß nachteilige Veränderungen der Beschaffenheit des Wassers herbeizuführen.

Die Wassergesetze erklären im Rahmen des sog. Gemeingebrauchs bzw. des Eigentümer- u. Anliegergebrauchs bestimmte Gewässerbenutzungen als erlaubnisfrei. Hierunter fallen beispielsweise das Baden in Flüssen und Seen, das Eislaufen bzw. die Ausübung von Eissport, das Befahren mit kleinen Wasserfahrzeugen ohne Motor (Schlauchboot, Surfbrett u. dgl.) sowie der Betrieb von Modellbooten ohne Verbrennungsmotoren und das Einleiten von Grund- und Quellwasser. Die Anforderungen an die erlaubnisfreie Einleitung von Niederschlagswasser ergeben sich aus den Technischen Regeln zum schadlosen Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser in oberirdische Gewässer (TRENOG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17.12.2008 (AllMBl Nr. 1/2009). Der Betrieb von Modellbooten mit Elektroantrieb ist nicht zulässig in Gebieten von naturschutzrechtlicher Bedeutung.

Grundwassernutzungen sind u. a. erlaubnisfrei zulässig zur Wasserversorgung von max. 1 Haushalt, für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck.

Der vorgesehene Bau eines Brunnens ist dem Landratsamt anzuzeigen.

Bei Bedarf erhalten Sie weitere Auskünfte unter Tel. 0731/7040-4200 oder 4201.

Folgende Antragsformulare bzw. Vordrucke stehen zur Verfügung:

Betreiben von Modellbooten mit Verbrennungsmotoren

Durch Verordnung des Landratsamtes Neu-Ulm wurde als Tätigkeit der Freizeitgestaltung das Betreiben von Modellbooten mit Verbrennungsmotoren in der nördlichen Bucht des "Gurrenhofsees", Grundstück Fl.Nr. 808 der Gemarkung Neu-Ulm, als Gemeingebrauch für zulässig erklärt. Der See liegt südlich von Neu-Ulm/Ludwigsfeld etwa auf Höhe der Abzweigung der Kreisstraße NU 11 nach Gerlenhofen westlich an der Staatsstraße 2031, Neu-Ulm - Senden - Memmingen.

Modellboote mit Verbrennungsmotoren dürfen hier in der Zeit vom 01.04. bis 15.10 des Jahres während der Tageszeit von 09.00 Uhr bis 1 Stunde vor Sonnenuntergang betrieben werden. Die Verordnung vom 20.03.2001 enthält noch verschiedene Bedingungen und Auflagen zum Einsatz der Modellboote.

Tauchen mit Atemgerät

Das Tauchen mit Atemgerät ist in folgenden Baggerseen des Landkreises Neu-Ulm als Gemeingebrauch zulässig:

Autobahnsee Elchingen östlich der BAB A 7 bei Unterelchingen
Badesee im Naherholungsgebiet Ludwigsfeld der Stadt Neu-Ulm
Badesee im Naherholungsgebiet Pfuhl der Stadt Neu-Ulm

Das Sporttauchen ist zu folgenden Jahres- und Tageszeiten erlaubt:

in der Zeit vom 01.04. bis 31.05. und vom 16.09. bis 31.10. des Jahres jeweils von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr,
in der Zeit vom 01.06. bis 15.09. des Jahres jeweils von 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr und von 18.00 Uhr bis 1 Stunde vor Sonnenuntergang.

Die Verordnung des Landratsamtes Neu-Ulm vom 06.08.2001 enthält aus Gründen der Sicherheit und des Naturschutzes weitere Bedingungen und Auflagen, die von den Tauchern zu beachten sind.

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