BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr

Waffen- und Sprengstoffrecht

Im Landkreis Neu-Ulm sind nahezu 2.500 Waffenbesitzer mit rund 12.600 Waffen registriert.
Für den erstmaligen Erwerb einer Waffe als Jäger, Sportschütze oder Sammler muss der Antragsteller sein Bedürfnis für die Waffe und seine Sachkunde im Umgang mit der Waffe nachweisen.

Zuverlässigkeit und Eignung

Die Prüfung der Zuverlässigkeit erfolgt von der unteren Waffenbehörde durch Einholung einer Auskunft aus dem Bundeszentralregister. Eine waffenrechtliche Erlaubnis ist zu versagen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit oder persönliche Eignung nicht besitzt.

Jeder waffenrechtliche Vorgang, ob der Erwerb oder der Verkauf einer Waffe, muss in der vom Landratsamt ausgestellten Waffenbesitzkarte (WBK) registriert werden und ist gebührenpflichtig.

Hinweise zu § 27 SprengG

Der Erwerb und der Umgang explosionsgefährlicher Stoffe bedarf einer vorherigen Erlaubnis nach § 27 Abs. 1 SprengG. Die Erlaubnis wird in der Regel für die Dauer von fünf Jahren und für bestimmte Arten und Mengen von explosionsgefährlichen Stoffen erteilt.

Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis:

  1. Der Antragsteller muss die erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung besitzen.

  2. Der Antragsteller muss ein Bedürfnis nachweisen.
    Ein Bedürfnis ist anzuerkennen für den Erwerb, das Aufbewahren und das Verwenden von

    1. Treibladungspulver zum nichtgewerblichen Laden und Wiederladen von Patronenhülsen und zum Vorderladerschießen bei Mitgliedern einer schießsportlichen Vereinigung, denen die Vereinigung bescheinigt, dass sie am Übungsschießen des Vereins regelmäßig und erfolgreich mindestens sechs Monate teilgenommen haben,

    2. Treibladungspulver zum nichtgewerblichen Laden und Wiederladen von Patronenhülsen bei Inhabern eines gültigen Jahresjagdscheines,

    3. Böllerpulver für das Böllerschießen zur Pflege des Brauchtums bei feierlichen Anlässen (wird ebenfalls durch Schützen- oder Brauchtumsverein oder durch Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung bestätigt).

  3. Der Antragsteller hat die erforderliche Fachkunde nachzuweisen (§ 9 SprengG in Verbindung mit § 29 1. SprengV).
    Hinweis: Die zuständige Behörde soll eine abgelegte Prüfung als Nachweis der Fachkunde ganz oder teilweise nicht anerkennen, wenn seit deren Ablegung mehr als fünf Jahre verstrichen sind und der Antragsteller seit dem Zeitpunkt der Prüfung die erlaubnispflichtige Tätigkeit rechtmäßig nicht oder überwiegend nicht ausgeübt hat.


Verlängerung der Erlaubnis nach § 27 SprengG

Wichtig:

Der Antrag auf Verlängerung muss vor Ablauf der Gültigkeit bei der zuständigen Behörde eingegangen sein, nur dann ist eine Verlängerung möglich. Nach Ablauf der Gültigkeit ist eine Verlängerung nicht mehr möglich, es muss eine Neuerteilung erfolgen.

Für die Verlängerung der Erlaubnis nach § 27 SprengG werden folgende Unterlagen benötigt:

  1. Antrag auf Verlängerung einer Erlaubnis nach § 27 SprengG

  2. Bedürfnisnachweis


Die Verlängerung der Erlaubnis nach § 27 SprengG setzt eine erneute Überprüfung der Zuverlässigkeit und der persönlichen Eignung voraus, nach § 29 Abs. 2 1. SprengV.

Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum Thema erhalten Sie unter Tel. 0731/7040-4504 und -4505.

Genehmigung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen

Auf unserer Internetseite "Sicherheit und Ordnung/Jagd/Jägerprüfung und Jagdschein (unten)" erhalten Sie nähere Informationen für die Genehmigung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen.

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